Neubau startet frühestens im Frühjahr 2020

Von Asche und Staub: Jetzt fällt die Kita-Ruine

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Mit großem Gerät ist die Abbruchfirma am Kinderhaus St. Martin tätig. Bis das Gelände komplett freigeräumt ist, wird es noch mindestens zwei Wochen dauern.

Martinsried – Fast ein Jahr ist es inzwischen her, dass im Martinsrieder Kinderhaus St. Martin ein Großbrand ausgebrochen ist – Jetzt wird die zerstörte Einrichtung endlich abgebrochen

Wer die Martinsrieder Einsteinstraße entlang­läuft, wird zur Zeit eingeschneit. Nicht von echtem Schnee, sondern von Staubpartikeln, die zuhauf in der Luft schwirren. Der Grund: Fast ein Jahr nach dem Brand im Kinderhaus St. Martin wird das zerstörte Gebäude nun abgebrochen.

Der Architekt Hans Wechner schätzt, dass der Abbruch noch zwei bis drei Wochen dauern wird.

„Da waren Unmengen von Papier- und Glaswolle im Dach verbaut, die stauben jetzt wie verrückt“, erklärt Vorarbeiter Andreas Bentenrieder das Problem. Dem Staub werden die Martinsrieder wohl noch zwei bis drei Wochen ausgesetzt sein. So lange wird der Abbruch dauern, schätzt Architekt Hans Wechner. „Weil viel Brandschutt dabei ist, muss alles getrennt entsorgt werden. Das ist sehr zeitaufwendig.“

Auch der Neubau des Kinderhauses wird noch auf sich warten lassen. Derzeit verhandelt Pfarrer Johannes von Bonhorst, zu dessen Pfarrei das Kinderhaus St. Martin gehört, darüber, ob die Pfarrei direkt mit der Versicherungskammer bauen kann – oder ob das Verfahren über die Diözese laufen muss. Dann würden strengere Regeln bei der Ausschreibung von Bauaufträgen und deren Vergabe gelten. „Bis zum Sommer klären wir den Verfahrensweg“, so der Pfarrer.

Von der Kirchenverwaltung und der Versicherungskammer ist eine Zusage schon gegeben. Allerdings unter einer Bedingung: „Wir dürfen nicht zu viel vom ursprünglichen Gebäude abweichen“, sagt Architekt Wechner. Denn die Versicherung würde nur eine Wiederherstellung des Kinderhauses, das drei Gruppen und einen Nebenraum beherbergte, komplett bezahlen. Signifikante Änderungen wie zusätzliche Räume müsste die Pfarrei selbst tragen.

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„Von den Außenformen her wird das neue Kinderhaus ziemlich identisch zum alten sein“, verspricht Pfarrer von Bonhorst. Allerdings soll das Haus aktuellen gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. „Vielleicht können wir auch ein paar Materialien ändern, so dass das Gebäude nicht mehr so wartungsintensiv ist“, hofft Architekt Wechner. Gebaut werden könne ihm zufolge frühestens im Frühjahr 2020. Für von Bonhorst ein ehrgeiziger Zeitplan: „Wenn wir Ende 2020 oder Anfang 2021 loslegen können, wäre ich auch zufrieden.“

Derzeit werden die circa 35 Kinder des Kinderhauses in einer Containeranlage auf der anderen Straßenseite betreut (Hallo berichtete). Auch dort muss gebaut werden: Weil die Container in die Jahre gekommen sind, dringt an manchen Stellen Feuchtigkeit ein. 

Romy Ebert-Adeikis

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