Wohnwagen-Ansammlungen an der Gautinger Straße

Anhänger-Zoff – ein Fall für den Richter?

Zahlreiche Anhänger parken in der Gautinger Straße. Jens und Michaela Bendix (kl. Foto) bestreiten, dass der Großteil zu ihrem Anhänger-Unternehmen gehört.
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Zahlreiche Anhänger parken in der Gautinger Straße. Jens und Michaela Bendix (kl. Foto) bestreiten, dass der Großteil zu ihrem Anhänger-Unternehmen gehört.

Neuried - Mit einem Haltverbot möchte das Viertel Fahrzeug-Kolonnen verbannen. Jetzt will ein Unternehmer dagegen klagen

Anhänger, Wohnwagen und Transporter reihen sich entlang der Gautinger Straße in Neuried. Bei der Bürgerversammlung im Herbst bescheinigte Gertrud Reiter-Frick darum der Straße „ein Bild des Elends“ und forderte ein Parkverbot. Weitere Anwohner wie Hans Pechmann schlossen sich jüngst der Kritik an, zumal Parker inzwischen auch den Gehweg blockieren. Nun tischt die Gemeinde eine Lösung auf – die aber längst nicht allen schmeckt. 

Ein Anhänger hinter dem anderen.

Auf der Gehwegseite wird ab dem Autohaus ortsauswärts noch diesen Monat ein absolutes Haltverbot eingeführt. Auf der Seite vom Gewerbegebiet wird das bereits bestehende Haltverbot zwischen Fichten- und Kiefernstraße bis zur Eichenstraße erweitert. Nur Pkw dürfen dort weiter parken. Für Jens Bendix, dessen Anhänger-Service in genau diesem Straßenabschnitt liegt, ist das „absolute Diskriminierung“. Schließlich zahle er für die Anhänger genauso Steuern wie andere für ihre Pkw. Akzeptabel wäre für ihn daher nur ein Haltverbot für alle Fahrzeugtypen. Ohnehin gehöre nur ein kleiner Teil der Park-Kolonne zu seiner Firma. Die meisten Anhänger lagere er auf seinem Hof, aber einige Kunden stellen ihre Anhänger dennoch lieber auf der Straße ab. „Wenn das Verbot kommt, werde ich mit einem Rechtsanwalt dagegen vorgehen“, kündigt Bendix an.

Aber auch bei den Beschwerdeführern kommt das Haltverbot nicht uneingeschränkt gut an: Während Reiter-Frick von einer „sehr hilfreichen Lösung“ spricht, würde Hans Pechmann das Verbot am liebsten bis zur Einmündung der M4 verlängern, damit auch die Vorbeifahrenden ein „ordentliches Bild“ der Gemeinde sehen. Zudem ist er skeptisch, dass die Regeln tatsächlich geändert und Verstöße geahndet werden. „Das glaube ich erst, wenn ich es sehe.“ Andernfalls werde auch er sich an höhere Instanzen wenden, teilte Pechmann Hallo mit. rea

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