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Wie München den Olympischen Spielen 1972 gedenkt und dabei in die Zukunft blickt

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Von: Sebastian Obermeir

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Der Langstreckenläufer Günter Zahn entzündete am 26. August 1972 das Olympische Feuer in München.
Der Langstreckenläufer Günter Zahn entzündete am 26. August 1972 das Olympische Feuer in München. © Olympische Spiele

Zum 50ten Jubiläum will München mit einem großen Programm an die Olympischen Spiele 1972 aber auch an das Attentat auf die israelische Mannschaft erinnern.

50 Jahre nach den Olympischen Spielen 1972 kehrt nicht nur das Maskottchen Waldi zurück, auch die Münchner Begeisterung für den olympischen Gedanken scheint erneut entfacht. „Dabei sein ist alles“ dürfte die Devise lauten, wenn man sich die Liste der Beteiligten am Jubiläumsprogramm ansieht, mit dem die Stadt an die Spiele erinnern möchte.

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Mit den „European Championships“ etwa wird im August das größte Sportevent der Stadt seit 1972 ausgetragen, das „Festival des Spiels, des Sports und der Kunst“ vom 1. bis 9. Juli im Olympiapark bildet das kulturelle Highlight – mit einer Eröffnungsfeier, Parade und den „Münchner Sportspielen“, bei denen Bürger gegen Profisportler antreten können.

Im Stadtmuseum wird ab Februar die Ausstellung „München_72“ zu sehen sein, die Bayerische Staatsbibliothek zeigt „Olympia 72 in Bildern“, das Residenztheater führt das Stück „Olympia Reloaded“ auf und das Bayerische Nationalmuseum widmet sich „Turnier und Wettkampf im Mittelalter“.

Die mexikanischen Ruderer trugen die Olympische Flagge ins Olympiastadion.
Die mexikanischen Ruderer trugen die Olympische Flagge ins Olympiastadion. © dpa

Mit einer großen Parade erinnerte München an die Olympischen Sommerspiele von 1972. Als Anlehnung an das Maskottchen Waldi waren rund 150 normale Dackel und ein Riesen-Exemplar dabei.

Olympische Spielen 1972 in München - Gedenken an Attentat auf israelische Mannschaft und Blick in die Zukunft

Die Münchner Spiele haben mit dem Attentat auf die israelische Olympia-Mannschaft am 5. September 1972 auch eine tragische Seite. Der Freistaat Bayern begeht die offizielle Trauerfeier am 5. September. Das Erinnerungsprojekt „Zwölf Monate – zwölf Namen“ des Jüdischen Museums stellt jeden Monat eines der Opfer und sein Schicksal in den Fokus.

Die Olympischen Spiele in München.
Die Olympischen Spiele 1972 in München. © Kishimoto-IOC

„50 Jahre später wollen wir sowohl daran in besonderer Weise erinnern, als auch die visionäre Kraft der Demokratie feiern und nach vorne schauen“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei der Vorstellung des Programms.

Der Blick zurück weist dabei auch den Weg in die Zukunft: „Wir können die Olympischen Spiele als Beispiel nehmen, dass wir wie damals auch in Zukunft nachhaltig bauen und nachhaltige Mobilität sicherstellen“, sagt OB Reiter. Eine internationale „Zukunftskonferenz“ im November will sich diesen Herausforderungen der Zukunft widmen.

Ein Budget von 2,9 Millionen Euro steht dem Kulturreferat für das Jubiläumsprogramm zur Verfügung. Ob Corona noch einen Strich durch die Rechnung machen könnte? Mit der Unsicherheit habe man gelernt umzugehen, sagt Kulturreferent Anton Biebl. „Es war uns wichtig, zu planen und wir werden aktuell auf die jeweiligen Bestimmungen reagieren.“

Das volle Jubiläums-Programm

Unter dem Motto „München auf dem Weg in die Zukunft 1972-2022-2072“ finden dieses Jahr über 150 Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Das Programm: www.muenchen1972-2022.de

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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