Preise bei 10,70 Euro einfrieren

Wiesn: Die Bierpreis-Bremse ist zulässig!

Prost: Wiesn-Chef Josef Schmid hat die Idee einer Bierpreis-Bremse aufgebracht.
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Prost: Wiesn-Chef Josef Schmid hat die Idee einer Bierpreis-Bremse aufgebracht.

München - Die Landeskartellbehörde Bayern hat die rechtliche Grundlage für eine festgesetzte Bierpreisbremse geprüft und die Ergebnisse jetzt veröffentlicht. 

Prost! Der Plan des Wiesn-Chefs Josef Schmid, die nächsten drei Jahre keinen höheren Mass-Preis als 10,70 Euro auf der Wiesn zu verlangen, könnte aufgehen: Wie das Referat für Arbeit und Wirtschaft berichtet, hat die Landeskartellbehörde Bayern jetzt die rechtlichen Voraussetzungen für die Bierpreis-Bremse geprüft und sie für "rechtlich zulässig" erklärt. So lange gleichzeitig sichergestellt ist, dass die Höchstpreisklausel regelmäßig von der Landeshauptstadt München geprüft wird, könnten sich die Münchner in den Jahren 2017, 2018 und 2019 auf gleichbleibende Bierpreise auf der Wiesn freuen.

Der Vorschlag: Über die Umsatzzahlen der Festwirte einen gemeinsamen Preis festlegen

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft hatte einen Vorschlag für die Umsetzung der Bierpreisbremse erarbeitet: Der Plan beinhaltet, dass sich die Landeshauptstadt München zusammen mit den Festwirten der Wiesn zusammensetzt und auf Grundlage der Umsatzzahlen einen Preis festlegt. Anschließend überprüft dann das Referat für Arbeit und Wirtschaft den festgelegten Höchstpreis und korrigiert, wenn die kalkulierten Preise nicht mit den Zahlen übereinstimmen. 

Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid wird den mit der Kartellbehörde abgestimmten Vorschlag zur "Deckelung des Bierpreises" zum Thema seiner Wiesn-Beschlussvorlagen machen. "Dem Bierpreisdeckel stehen keine rechtlichen Bedenken mehr entgegen", sagt Schmid. "Die von mir vorgeschlagenen Reformen geben der Stadt München wieder mehr Handlungsmöglichkeiten, den Charakter der Wiesn als traditionelles Volksfest zu schützen.“

Der Höchstpreis soll Besucher vor den Mehrausgaben der Wirte schützen

Bisher war die Wiesn immer eine sich selbst tragende Veranstaltung. Mit erhöhten Kosten für die Sicherheitszäune, verstärkten Einlasskontrollen und zusätzlichen Polizisten kostet das Oktoberfest aber so viel wie kaum zuvor. Wiesn-Chef Josef Schmid forderte deswegen, die Wirte stärker in ihre Pflicht zu nehmen - mit Einnahmen zwischen 300 und 400 Millionen Euro ein berechtigter Vorschlag. Um die Mehrausgaben durch eine mögliche Umsatzpacht (sie soll zwischen vier und fünf Prozent liegen) aber nicht auf die Geldbeutel der Münchner abzuwälzen, kam die Diskussion der Bierpreis-Bremse überhaupt erst auf.

Der Stadtrat wird sich jetzt noch mehr mit dem Thema befassen und die Münchner dürfen gespannt bleiben, ob der Mass-Preis bei 10,70 Euro stagniert.

jl

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