Pläne für das Sanierungsgebiet

Wohnungen statt Autohandel an der Bodenseestraße

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Die Autohändler auf der Nordseite der Bodenseestraße müssen mittelfristig weichen.

Die Stadt plant ein neues Quartier an der Bodenseestraße und Aufwertung zahlreicher Grünanlagen. 

Die Stadt plant an der Bodenseestraße ein neues Quartier. Zwischen Limes- und Mainaustraße sitzen derzeit noch zahlreiche Autohändler. Sie sollen zugunsten von preisgünstigen Wohnungen weichen. Die nötigen Stellplätze würden in einer Tiefgarage untergebracht. Die Bebauung entlang der Bodenseestraße soll geschlossen sein, um die hinteren Bereiche vor Lärm zu schützen. 

Verkehrsfrage vorher lösen

Über die Höhe der Gebäude und die Dichte der Bebauung kann die Stadt noch nichts sagen. Zunächst müsse ein städtebauliches Konzept erarbeitet werden. Allerdings schlägt das Planungsreferat eine Geschossflächenzahl von 2,0 bis 2,5 vor. Das bedeutet, pro Quadratmeter Grund entstehen zwei bis zweieinhalb Mal so viele Quadratmeter Gebäudefläche. BA-Chef Sebastian Kriesel sieht diese Pläne skeptisch: „Meiner Ansicht nach muss erst die Verkehrsfrage gelöst werden, um dann eine Aussage zum Maß der Bebauung zu treffen.“ Denn die Verkehrsbelastung auf der Bodenseestraße sei schon sehr hoch und werde durch Freiham weiter steigen. Kriesel plädiert aber dafür, den Autohändlern jetzt zu kündigen und stattdessen kleinteiliges Gewerbe anzusiedeln. 

Attraktivere Grünflächen für den Stadtbezirk

Zudem will das Planungsreferat in den kommenden Jahren aber auch zahlreiche Grünanlagen im Stadtbezirk aufwerten. Unter anderem soll auf der Gotthardtrasse, der Grünanlage zwischen Bodenseestraße und S4-Trasse, eine Naherholungsfläche mit einem durchgängigen Fuß- und Radwegenetz, mehr Sport- und Spielangeboten, Gemeinschaftsgärten sowie einem Klimapark (Hallo berichtete) entstehen. Das Baureferat wird bis 2020 ein Konzept erarbeiten. 

Die Grünfläche am Ravensburger Ring  soll ebenso aufgewertet werden wie das Gelände am Wasserturm. Dort will die Stadt mehr Bäume pflanzen und einen ansprechenden Spielplatz mit Sitzgelegenheiten schaffen. Auch die Grünflächen in Alt-Aubing sollen sich verändern. Der Schwerpunkt soll auf der ehemaligen Pferdeschwemme und der  Koppel an der Kreuzung Am Langwieder Bach/Sulzemooser Straße liegen.Stadtteilmanager Daniel Genée kann sich beispielsweise einen Brunnen oder die Freilegung des Langwieder Bachs vorstellen.  

Auf dem Grundstück zwischen Friedrichshafener Straße und Bahnlinie soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Auch die Integration eines Mehrgenerationenhauses, das am Westkreuz schon lange gefordert wird, wird geprüft. Kriesel begrüßt das: „Im Westkreuz wird dringend Raum für eine Krippe und einen Kindergarten, aber auch für ältere Menschen gesucht und gebraucht.“ Das Grundstück sei ein idealer Standort, um unter einem Dach alle Angebote unterzubringen.

Andreas Schwarzbauer

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