Bauernmarkt zieht um

Verlegung an den Laimer Anger bereitet vielen Marktleuten Sorgen

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Noch kaufen die Laimer auf dem Bauernmarkt an der Agnes-Bernauer-Straße ein. Doch schon im April könnte es einen Umzug einige hundert Meter weiter an den Laimer Anger (kleines Foto) geben.
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Milch und Eier direkt vom Bauern, frisches Obst und Gemüse, regionales Fleisch: Die Laimer schätzen ihren Bauernmarkt. Jetzt müssen sie sich aber wohl an einen anderen Standort gewöhnen. Die Standl sollen von dem jetzigen Platz an der Agnes-Bernauer-Straße an den Laimer Anger ziehen. Gründe und Meinungen erfahren Sie hier.

Frisches Obst und Gemüse, Milch und Eier vom Bauern, Fleisch und Fisch direkt von der Metzgerei: Beim Laimer Bauernmarkt steht Regionalität im Vordergrund. Das schätzen die Kunden, der Wochenmarkt ist immer gut besucht. Jetzt müssen sich die Laimer womöglich an einen anderen Standort gewöhnen. Denn der Bauernmarkt, der bis jetzt jeden Freitag von 7 bis 13 Uhr an der Agnes-Bernauer-Straße stattfindet, zieht aller Voraussicht nach an den Laimer Anger. Das derzeitige Grundstück wird für eine Erweiterung der Fürstenrieder Schule benötigt.

Zwischen dem alten und dem neuen Standort sind es zwar nur einige hundert Meter – trotzdem sehen viele Standlbetreiber einer Verlegung mit gemischten Gefühlen entgegen.

„Es ist ein schwieriges Thema“, sagt Angela Christof, Sprecherin der Marktverkäufer. „Manche Kunden kommen vielleicht nicht mehr, weil der Weg etwas weiter ist“, befürchtet sie. „Man musss sich ein neues Klientel aufbauen.“ Auch Josef Trager, der seit Jahren extra aus Niederbayern anreist, um Landeier, Speck und Geflügel zu verkaufen, ist noch skeptisch. „Ich halte gar nichts davon“, erklärt er. „Hier haben wir viele Stammkunden, einen alten Baum verpflanzt man nicht.“

Der Laimer Bauernmarkt findet seit Juni 1998 an dem kleinen Platz an der Agnes-Bernauer-Straße statt. Im Jahr 2009 wurde er jedoch bereits wegen einer Baustelle an den Laimer Anger verlegt. Eine Lösung, mit der einige Verkäufer damals durchaus zufrieden waren. Robert Maier von der Metzgerei Eibel beispielsweise hat positive Erfahrungen gemacht: „Es wurde gut angenommen“, sagt er. „Wenn der Markt jetzt wieder dorthin kommt, macht uns das nichts aus.“

Zumal es an Alternativen mangelt. Als Ersatzstandorte standen der Willibaldplatz und die Fläche zwischen Riegerhof- und Valpichlerstraße zur Debatte. Doch der Willibaldplatz ist sehr weit weg, bei dem anderen Grundstück befürchtet die Stadt Verkehrsprobleme. „Der Laimer Anger ist da immer noch am besten“, findet deshalb Christof – auch wenn es für sie eine Notlösung ist. Die anderen Standlbetreiber haben sich ebenfalls für den Laimer Anger als neuen Standort ausgesprochen, genauso wie das Kommunalreferat.

Das Thema wird jetzt noch im Bezirksausschuss behandelt. Dort gibt es zwar Bedenken, dass es zu Konflikten zwischen dem Bauernmarkt und anderen Veranstaltungen am Laimer Anger kommen könnte. Trotzdem zeichnet sich ab, dass es im Gremium über die Fraktionen hinweg wohl eine Mehrheit für den Standortwechsel geben wird. „Der Umzug könnte dann schon im April erfolgen“, erklärt BA-Vorsitzender Josef Mögele.

Claudia Schuri

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