Zu wenige Glascontainer

Wut über Lärm und Scherben an der Wertstoffinsel

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Die Anwohner wollen die Zustände an der Wertstoffinsel nicht länger hinnehmen.

Pasing: Anwohner der Paosostraße klagen über hohe Belastung durch Wertstoffinseln und zu wenige Standorte. Auch an anderen Standorten gibt es Probleme

Bei den Anwohnern hat sich viel Ärger über die Wertstoff­insel an der Paosostraße angestaut. Eigentlich wurde ihnen ein Runder Tisch mit Vertretern von Stadt und Entsorgungsfirmen versprochen. Doch darauf warten sie seit Monaten vergeblich. 

Inakzeptable Situation

Die Situation sei inzwischen inakzeptabel. Im Minutentakt klappern und klirren die Flaschen, die in den Containern landen. „Unsere Wohnqualität ist eingeschränkt, weil hier ein ständiges Geknalle ist“, klagt Heinrich Sick. An die Einwurfzeiten würde sich niemand halten, sodass es auch spätabends oder am Wochenende laut sei. 

Die Container seien zudem nach ein bis zwei Tagen voll, würden aber nur zweimal wöchentlich geleert. Die Folge: Die Flaschen würden neben die Behälter geworfen, sodass dort ständig Glasscherben lägen. „Nebenan ist der Kindergarten. Es ist ein Wunder, dass sich noch kein Kind verletzt hat“, sagt Sick.  

Zahlreiche leere Flaschen landen neben den Containern, weil diese voll sind. 

Stadt und Remondis schieben sich Verantwortung zu

Für Sauberkeit und Leerungszyklus seien die Betreiberfirmen Wittmann oder Remondis zuständig, teilt Evi Thiermann, Sprecherin des AWM, mit. Remondis-Sprecher Michael Schneider behauptet dagegen, dass die Stadt festlege, wie häufig geleert werde. 

Sick ärgert, dass sich keiner zuständig fühlt. Er fordert klare Ansprechpartner und mehr Wertstoffinseln, beispielsweise auf Supermarkt-Parkplätzen oder an Tankstellen. Ganz so einfach sei es nicht, teilt Thiermann, mit. Unter anderem müssten die Container zwölf Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt sein, dürften nicht in die Fahrbahn ragen, Gullydeckel oder Stromkästen verstellen. Zudem müssten die Standorte von Lastwagen problemlos angefahren werden können.

Ärger über Ratten in Neuaubing

Reinhard Bernsdorf ärgert sich über die fehlenden Bodenplatten. Vor fast einem Jahr hat Remondis zugesagt, welche zu verlegen. 

Auch an der Ehrenbürgstraße in Neuaubing sorgt eine Wertstoffinsel schon seit längerem für Ärger. Anfang des Jahres beklagte Reinhard Bernsdorf, Anwohner und Mitglied im BA, die Zustände. Säckeweise liege der Müll neben den Containern und ziehe Ratten an. Daraufhin versprach Betreiber Remondis, einen weiteren Container aufzustellen und Bodenplatten zu verlegen, damit sich die Ratten nicht unter der Anlage verkriechen können. Inzwischen steht ein zusätzlicher, aber halb so großer Container. Das Rattenproblem bestehe immer noch.

Meer aus leeren Flaschen in Aubing

Ein Aubinger beschwert sich, dass die Glascontainer an der Ecke Alto-/Grabenfleckstraße ständig überfüllt seien und deshalb zahlreiche leere Flaschen vor den Behältern abgestellt würden. „Dieser Zustand ist nicht tragbar für eine Stadt wie München“, kritisiert er.

Auch inSchwabing und Lochhausen sorgen die Wertstoffinseln für Ärger. 

Andreas Schwarzbauer 

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