Neues Angebot für Pasinger Zentrum

Pasinger Bezirksausschuss will Trinkbrunnen in Pasing

+
Der Brunnen am Pasinger Viktualienmarkt könnte zum Trinkwasserbrunnen werden, wenn es nach dem Pasinger Bezirksausschuss geht. 

FDP im Pasinger Bezirksausschuss fordert offizielle Trinkwasseranlagen im Pasinger Zentrum. Baureferat ist skeptisch und will Modellversuch am Rindermarkt abwarten

Die FDP im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing fordert einen Trinkbrunnen für Pasing. "Die Qualität des Münchner Trinkwassers ist außerordentlich gut und gerade an heißen Tagen ist die Gefahr groß, dass ältere und jüngere Menschen einen Flüssigkeitsverlust erleiden", begründet Klement Bezdeka die Forderung. Deshalb sei im belebten Pasinger Zentrum ein öffentlicher Trinkbrunnen sinnvoll.

Bestehende Brunnen auf Marienplatz, Viktualienmarkt oder Rathausvorplatz als Option

Irgendwo auf der Südseite zwischen Bahnhof und Marienplatz sollte er in Betrieb gehen. "Ich weiß nicht genau, wo es wegen der Leitungen am sinnvollsten ist", so Bezdeka. Romanus Scholz (Grüne) schlug vor, bestehende Brunnen, die Trinkwasser enthielten, entsprechend zu kennzeichnen - beispielsweise die Brunnen auf dem Viktualienmarkt oder vor dem Rathaus. Auch der derzeit abgebaute Brunnen auf dem Pasinger Marienplatz wäre eine Option.

Baureferat verweist auf großen Aufwand

Allerdings sei der Betrieb von Trinkbrunnen sehr aufwändig und teuer, wie das Baureferat mitteilte. "Die personellen Kapazitäten für die Betreuung der regelmäßigen und bei Bedarf notwendigen Kontrollen, Reparaturen und Reinigung einer größeren zusätzlichen Anzahl von Trinkwasseranlagen sind nicht vorhanden", so Stadtbaurätin Rosemarie Hingerl. Die Brunnen müssten wöchentlich auf Sauberkeit überprüft und zweimal im Jahr bakteriologisch beprobt werden.

Deshalb gibt es in ganz München derzeit zwar insgesamt 187 Brunnen, aber nur einen offiziellen Trinkbrunnen. Am Rindermarkt läuft ein zweijähriger Modellversuch.

Generell wären 55 Münchner Brunnen als Trinkwasseranlagen geeignet. Ob und wie viele entsprechend gekennzeichnet werden, sollen die Ergebnisse des Modellversuchs zeigen, die das Baureferat im Herbst im Stadtrat vorstellen will. Stadträtin Constanze Söllner-Schaar (SPD) verriet im Pasinger Bezirksausschuss aber bereits, dass der Testlauf positiv verlaufen sei. Es sei ein "Erfolgsprojekt".

Andreas Schwarzbauer

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare