Ohne Mietvertrag gibt’s keine Zuschüsse: Verein will baldigen Abschluss

Der FC Teutonia gerät unter Druck

Die Sportanlage des FC Teutonia München benötigt ein Upgrade. Sanierungen sind an einigen Ecken von Nöten. Was dem bisher noch im Weg steht und welche weiteren Herausforderungen noch bestehen, lesen Sie hier.

Ein Brunnen, eine neue Heizung und der Ausbau der Umkleidekabinen. Auf dem Gelände des FC Teutonia an der Schwere-Reiter-Straße 13 gab und gibt es einiges zu tun. Der Fußballverein gerät zunehmend unter Druck. Doch mit einem Investitionskostenzuschuss von der Stadt konnte Teutonia-Chef Klaus Neuner (59, Foto) bislang nicht rechnen. Der Grund: Es fehlt ein Mietvertrag mit mindestens 25 Jahren Laufzeit. Noch jedenfalls, denn das soll sich bald ändern. Der Sport­ausschuss des Stadtrats hat dafür jetzt die Weichen gestellt.

Das Vereinsgelände gehört nach einem Grundstückstausch mit dem Freistaat seit 2013 der Stadt München. „Wir sind gerade dabei, einen Mietvertrag für eine langfristige Nutzung auszuhandeln“, sagt Neuner. Der 59-Jährige ist seit 15 Jahren Vorsitzender und schon fast 50 Jahre Mitglied im Verein. Dass die bisher bestehende Nutzungsvereinbarung für das Gelände nicht ausreicht, um Zuschüsse nach den Sportförderrichtlinien der Stadt beantragen zu können, beschäftigt ihn seit rund dreieinhalb Jahren. So lange bemüht er sich bereits um einen dauerhaften Mietvertrag für seinen Verein. Wirklich entspannen kann er erst, wenn die Tinte auf dem Papier trocken ist: „Ich hoffe, dass es jetzt schnell geht.“

Denn es stehen wichtige Sanierungen an: „Der FC Teutonia befindet sich schon seit 1956 auf dem jetzigen Gelände. Natürlich sind während dieser langen Zeit die Umkleidekabinen und das Vereinslokal in die Jahre gekommen“, erklärt Neuner. Geplant ist auch ein Grundwasserbrunnen für das Gelände. „Aktuell lassen wir unsere Fußballfelder von den Stadtwerken bewässern, aber das kostet 1,70 Euro pro Kubikmeter Wasser. Bei einer Gesamtfläche von etwa 60 000 Quadratmetern kommt einiges zusammen“, so Neuner. Bereits im vergangenen Jahr gab die Heizung den Geist auf und hat ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen.

Und: Der Verein steht noch vor weiteren Herausforderungen. Neben der Instandhaltung der Anlage macht sich der Teutonia-Chef Gedanken darüber, wie er den steigenden Bedarf im Viertel abdecken soll. „Da um den Verein viele neue Wohngebiete entstehen, kommen auch immer mehr Kinder zu uns.“ Bald reiche der Platz nicht mehr aus. brc

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