Grüne fordern Bildungseinrichtung in Freiham – CSU aus rechtlichen Gründen dagegen

Zoff im BA um Nutzung des Guts

Grüne und CSU befinden sich im Clinch. Beide Parteien haben eine unterschiedliche Auffassung darüber, wie das Gut Freiham künftig genutzt werden soll. Mehr lesen Sie hier.

Für Unmut sorgte ein Antrag der Grünen in der jüngsten Sitzung des Bezirks- ausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied. Sie forderten, dass auf Gut Freiham (Foto) eine Bildungseinrichtung mit Ausrichtung auf die Themen Landwirtschaft und Ernährung entstehen soll. Sie forderten die Stadt auf, zu prüfen, ob es möglich sei, Flächen für pädagogische Ansätze wie das Bearbeiten von Gärten, Ernten, Kochen und gemeinsame Essen bereitzustellen.

„Können geeignete Räume für theoretische Wissensvermittlung, die Verarbeitung und den Verzehr der Produkte in die Neuplanung des Guts einbezogen werden?“, heißt es im Schriftstück weiter. Als Begründung lieferte die Fraktion unter anderem das Argument, dass in den kommenden Jahren 20 000 neue Bürger nach Freiham ziehen werden. Die geplante Präventionskette für gutes und gesundes Aufwachsen in Freiham könne durch eine solche Bildungseinrichtung unterstützt werden.

Jürgen Schrader (CSU) sah diese Forderung eher kritisch. „Wir haben hier keine Handhabe. Die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung hat das Areal erworben. Damit ist es in privaten Händen und nicht in städtischen“, sagte er. „Außerdem haben wir schon die Kinder- und Jugendfarm in der Nähe. Da brauchen wir nicht auch noch Gut Freiham als Bildungsstätte.“ Thomas Hampel, Fraktionssprecher der SPD, war ähnlicher Ansicht. „Wir können hier nichts tun. Uns erscheint der Antrag als sinnlos.“

Als Dagmar Mosch (Grüne) darum gebeten wurde, ihren Antrag zurückzuziehen, reagierte sie verärgert: „Ich finde es befremdlich, dass im Unterausschuss Bildung so etwas vorgeschlagen und jetzt abgelehnt wird.“ Darauf konterte Franz Federmann (CSU), Vorsitzender des besagten Unterausschusses: „Nein, wir haben gesagt, der Antrag geht so nicht. Sie sollen ihn neu formulieren.“

Stadtrat Johann Sauerer (CSU) sprach schließlich ein Machtwort. „Genauso wie niemand auf ihrem Grundstück einfach was hinbauen darf, können wir der Stiftung nicht vorschreiben, was sie aus dem Gut macht“, ereiferte er sich. Moschs Antrag wurde mehrheitlich gegen drei Stimmen der Grünen abgelehnt. M.Hollenz

Auch interessant:

Meistgelesen

Petition für Reitstall Aubing an der Ubostraße übergeben
Petition für Reitstall Aubing an der Ubostraße übergeben
München: Neues Wohngebiet für Untermenzing - Jetzt startet die Verwandlung
München: Neues Wohngebiet für Untermenzing - Jetzt startet die Verwandlung

Kommentare