Zu viel Lärm: Untermenzinger protestieren gegen Sportanlage

Anwohner geben Streetball einen Korb

+
Franz Zengerle (re.) und Dietmar Fürgut fordern im Namen mehrerer Anwohner der Megerlestraße, dass der Streetballkorb in der Grünanlage wieder entfernt wird.

Bürger haben ihn gefordert, Bürger wollen ihn jetzt wieder loswerden: den Streetballkorb in der Grünanlage an der Megerlestraße. Sie beklagen „Lärm von früh bis spät“, weil die Abstandsflächen nicht eingehalten worden seien. Doch der Bezirksausschuss möchte an dem Angebot für Jugendliche festhalten. Wie es jetzt weitergeht, lesen Sie hier.

Plopp, plopp, plopp, bumm, schepper, plopp, plopp, plopp... Franz Zengerle (46) und Dietmar Fürgut (64) sind von dem Geräusch, das vom 40 bis 50 Meter entfernten Streetballplatz an der Megerlestraße durch ihre Fenster dringt, so genervt, dass sie den Abbau des Basketballkorbs fordern und dafür 17 Unterschriften von Anwohnern gesammelt haben. Damit haben sie sich jetzt an den Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing gewandt. „Es ist dieses monotone Geräusch“, sagt der 64-Jährige. „Wie ein tropfender Wasserhahn, nur viel lauter“, ergänzt sein Nachbar. Er sagt: „Das ist eine Fehlplanung. Im reinen Wohngebiet müsste der Abstand 75 Meter betragen.“

Der BA sucht jetzt nach einer Lösung, die sowohl den Anwohnern als auch den Ballspielern hilft. Ein Ortstermin mit dem Baureferat ist geplant. „Vielleicht kann man es mit einem anderen Bodenbelag versuchen“, sagt Viertel-Chefin Heike Kainz (CSU). „Oder wir denken etwas großräumiger und versuchen, an anderer Stelle für Entlastung zu sorgen.“

Der Streetballkorb ist nämlich nicht die einzige Lärmquelle an dieser Ecke in Untermenzing. Dort stehen auch Wertstoffcontainer, und durch den nahen S-Bahnhalt gibt es viel Verkehr. Das führen auch die Anwohner als Argument ins Feld. „Wir werden mittlerweile von früh bis spät beschallt. Es reicht“, sagt Fürgut.

Die Idee für den Korb kam übrigens aus der Bürgerschaft. Der BA griff die Anregung 2014 auf und forderte sogar einen Basketballplatz mit zwei Körben. „Das Baureferat hat dies mit Hinweis auf die Wohnbebauung abgelehnt und alternativ einen Streetballkorb vorgeschlagen, der möglichst nah an der S-Bahn errichtet werden sollte“, sagt Referats-Sprecherin Dagmar Rümenapf. Der BA stimmte zu, der jetzige Platz wurde Ende 2015 angelegt. ul

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare