Experte Daniel Haas erklärt Pasings neue Anlage

Startschuss für neuen Skatepark

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Daniel Haas hat als Vorsitzender von Skateboarding München den Park mitentwickelt.

Der Bauzaun liegt im Gras. Einige Skater sind drübergestiegen und probieren jetzt schon Pasings neuen Skatepark aus. Eröffnung ist erst Anfang September, doch die Szene ist neugierig. Für 1,1 Millionen Euro hat die Stadt auf 700 Quadratmetern eine neue Anlage für alle Altersstufen sowie die BMX- und Inlineszene am Gleisdreieck gebaut. Mit Hallo hat Experte Daniel Haas über das Projekt gesprochen. Der Laimer (34) ist Vorsitzender des Vereins Skateboarding München und Teil der Arbeitsgruppe Skateparks, die die Stadt bei der Planung neuer Anlagen berät.

Herr Haas, worauf wurde bei dieser Anlage der Schwerpunkt gelegt?

„Wir wollten verschiedene Disziplinen und Könnerstufen bedienen.“

Wo wurden aus den vorangegangenen Workshops für den Park Ideen der Jugendlichen verwirklicht?

„Die Ideen der Jugendlichen dienten als Grundgerüst. Zum Beispiel gibt es runde Rails (Stangen) sowie eine Hip (vertikale Kante) und diverse Transfer-Möglichkeiten. Das war speziell gefordert worden.“

Worin lagen bei der Ausarbeitung Schwierigkeiten?

„Bei der Ausarbeitung gab es keine Schwierigkeiten, allerdings können nicht alle Wünsche der Kinder und Jugendlichen eins zu eins berücksichtigt werden. Die Anlage muss ja auch sinnvoll und gut fahrbar sein.“

Was muss noch bis zur offiziellen Eröffnung getan werden?

„Das Coping (Anm.d.Red.: rundes Metallrohr an der oberen Kante einer Rampe) muss noch versiegelt werden. Wer jetzt schon an der Kante des Pools rutscht oder diese wachst, beschädigt die Kante und verzögert die fachmännische Versiegelung! Die Anlage ist offiziell noch Baustelle und es darf dort nicht gefahren werden! Die TÜV-Abnahme ist für 2. August geplant.“

Wie zufrieden sind Sie mit Pasings neuem Park?

„Wir sind sehr zufrieden mit der Ausführung der Firma ,Minus-Ramps. Sonst habe ich auch nur Gutes von den Skatern über die Anlage gehört. Wie man sieht, können es ja auch viele nicht mehr erwarten endlich dort zu fahren.“

Marie-Anne Hollenz

Das sind die Park-Highlights:

Wie fährt sich Pasings neue Skatepark und was sind seine Besonderheiten? Daniel Haas, der als Vorsitzender des Vereins Skateboarding München an der Ausarbeitung beteiligt war, erklärt verschiedene Stationen.

„Das ist der Bowl/Pool. Hier kommen die Rampen-/ oder Transition-Fahrer auf Ihre Kosten. Es gibt einen flachen, niedrigen Teil für Anfänger und einen tieferen, steileren Teil für Fortgeschrittene.“

„Hier sind zwei Elemente des Street-Bereichs zu sehen. Im Vordergrund die Stange (Flat- rail), über die gerutscht werden kann. Dazu ein Pflasterstein-Gap, also eine optische Lücke über die Tricks gemacht werden können. Im Hintergrund ein „Bank to Bank-Gap“ und eine „Ledge“. Über die Lücke kann man springen oder nur drüber fahren. Auf den länglichen Block dahinter kann man Springen und am Rand entlang rutschen.“

„Dieser Bereich dient dazu, Schwung für die Elemente im Street-Bereich zu holen. Es können auch Tricks daran gemacht werden wie Liptricks. An der Erhöhung ,Extension können Nutzer auch Tricks machen.“

So sieht der Park aus:

Hier kann bald gerollt werden

 © Hollenz
 © Hollenz
 © Hollenz
 © Hollenz
 © Hollenz

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