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Mehr Spielplätze, Sportangebote und Wege in der Aubinger Lohe

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Der Chef des Aubinger Bezirksausschusses (BA), Sebastian Kriesel (CSU), fordert eine Naherholungskonzept für die Aubinger Lohe.
Sebastian Kriesel freut sich über den Fitnessparcours an der Ziegelei­straße. Er fordert aber mehr solcher Angebote in der Aubinger Lohe. © Andreas Schwarzbauer

Viertelpolitiker fordern mehr Angebote zur Naherholung in der Aubinger Lohe und weniger Waldwirtschaft

Lochhausen - Zusätzliche Spielplätze und Sportanlagen, Toiletten, neue Wege und Informationstafeln zu den Keltenschanzen – das wünscht sich der örtliche Bezirksausschuss für die Aubinger Lohe. „Der Bereich um die Aubinger Lohe wird immer dichter besiedelt. Immer mehr Menschen benötigen freien Raum zur Entspannung, sportlichen Betätigung und Naherholung“, sagt Antragssteller Sebastian Kriesel (CSU).

Naherholungsgebiet in der Aubinger Lohe wird bald nicht mehr ausreichen

Derzeit werde der Großteil des Waldes wirtschaftlich genutzt. Nur ein kleines Gebiet im Nordosten sei ein Naherholungsgebiet mit Spielplatz und Sportangeboten wie einem Fitnessparcours. Das werde bald nicht mehr ausreichen, meint Kriesel.

Bauprojekt in Freiham.
Der neue Stadtteil Freiham wächst rasch und die bestehenden Grünanlagen sind schon jetzt voll. © Andreas Schwarzbauer

In den bestehenden Quartieren werde nachverdichtet und in Freiham entstehe ein neues, dicht besiedeltes Stadtviertel für 30 000 Einwohner. „Der Grünzug zwischen Neuaubing und Freiham ist schon jetzt komplett voll. Es braucht dringend den geplanten Landschaftspark, aber der reicht nicht aus“, sagt Kriesel. Deshalb fordern er und seine Kollegen im Bezirksausschuss ein Naherholungskonzept für die Aubinger Lohe. Die Stadt soll sich Gedanken machen, wo weitere Angebote entstehen könnten. Vor allem im Süden gebe es bisher gar nichts.

Sportangebot und Spielplätze statt Waldbewirtschaftung

Der Chef des Aubinger Bezirksausschusses (BA), Sebastian Kriesel (CSU), wünscht sich in der Aubinger Lohe mehr Angebote wie den Spielplatz an der Ziegeleistraße.
Sebastian Kriesel wünscht sich in der Aubinger Lohe mehr Angebote wie den Spielplatz an der Ziegeleistraße. © Andreas Schwarzbauer

Die Staatsforsten bauten sowieso gerade den Wald um und tauschten den Fichtenbestand gegen heimische Bäume aus. „Im Zuge dessen könnte man Waldbereiche zum Spielen und Sporteln freihalten. Wir sollten weg von der waldwirtschaftlichen Nutzung hin zu einem Naherholungsgebiet.“ Die Bewirtschaftung des Waldes sorge immer wieder für Konflikte.

Die Viertelpolitiker wünschen sich zudem einen Ausbau des Parkplatzes im Süden, Toiletten und neue Wege beispielsweise für Reiter. Jeder Nutzer sollte seinen Raum finden, ohne dass es zu Konflikten komme, schreibt die CSU in ihrem einstimmig verabschiedeten Antrag. Auch eine Besonderheit in dem Gebiet soll mehr gewürdigt werden: Hinweisschilder sollen über die archäologischen Denkmäler – die Keltenschanzen – in der Aubinger Lohe informieren. Sinnvoll sei auch eine Vernetzung mit dem geplanten Naherholungsgebiet am Böhmerweiher. Auch ein Skatepark, den sich viele Lochhausener Kinder wünschen, könnte in der Aubinger Lohe Platz finden.

Der Umbau der Aubinger Lohe sei eine Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte. „Aber das wird sich rentieren, denn dadurch könnten viele Menschen auf kürzesten Wege mit dem Rad oder zu Fuß in das neue Naherholungsgebiet“, sagt Kriesel.

Planungsreferat verweist auf Landschaftspark und Grünzüge in Freiham

Das sei nicht so einfach, teilt das Planungsreferat auf Hallo-Anfrage mit. „Der größte Teil der Lohe ist Staatswald; sie liegt im Landschaftsschut­­­­­­zgebiet, ist Bannwald nach dem Bayerischen Waldgesetz und weist in den Randbereichen gesetzlich geschützte, kartierte Biotope auf“, sagt Sprecher Ingo Trömer.

Zudem sei die Aubinger Lohe schon heute eines der beliebtesten Naherholungsziele in München. Sie biete mit einem großen Wegenetz, einem Rodelhügel sowie einem Badesse (Böhmerweiher) schon viele Möglichkeiten. Darüber hinaus seien in Freiham zahlreiche Grünanlagen geplant: „Nach Fertigstellung des neuen Stadtteils kann sich insbesondere Aubing, aber auch ganz München über deutlich verbesserte Naherholungsmöglichkeiten freuen.“

Im Westen entstehe der 58 Hektar große Landschaftspark, der mit der Moosschwaige, dem Gut Freiham und der Aubinger Lohe verbunden werden soll. Dadurch „ist der neue Landschaftskorridor im Münchner Westen sogar 130 Hektar groß“. Gemeinsam mit den Nachbarkommunen erarbeite die Stadt zudem ein besseres Wegekonzept für die Würm. Bereits fertiggestellt seien die Grünanlage zwischen Neuaubing und Freiham mit einer Größe von circa 5,5 Hektar, die öffentliche Grünfläche rund um den Sportpark Freiham und der Bildungscampus.

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