Obermenzing

Schweres Erbe für neuen ASZ-Leiter

Offene Türen, dafür steht der neue Leiter des Alten- und Service-Zentrums (ASZ) Obermenzing, Tobias Deger.

Offene Türen, dafür steht der neue Leiter des Alten- und Service-Zentrums (ASZ) Obermenzing, Tobias Deger (Foto). Der 34-Jährige tritt in der Caritas-Einrichtung an der Packenreiterstraße 48 ein schweres Erbe an. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat aus den unterschiedlichsten Gründen dreimal die Leitung gewechselt. „Ich muss verlorengegangenes Vertrauen wieder aufbauen“, sagt der Sozialpädagoge und Gerontologe. Zudem will er den Servicegedanken wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. „Wir sind ein Servicezentrum. Es gibt niemanden, der stört.“

Vor allem möchte der gebürtige Dachauer mit den Angeboten des ASZ „die erreichen, die nicht von selbst fröhlich hereinspaziert kommen“. Sein besonderes Interesse gilt dabei Menschen mit einer Demenz. Auf Wunsch macht er auch Hausbesuche. „Ich biete mich als Ansprechpartner zum Thema Demenz an“, sagt Deger. Längerfristig hofft er, dass seine Einrichtung in das Programm „ASZ plus“ aufgenommen wird. Dann gäbe es zusätzlich eineinhalb Stellen für präventive Hausbesuche. Nach Informationen aus dem Sozialreferat soll der Stadtrat wohl im Herbst darüber entscheiden, ob künftig alle Münchner Alten- und Service-Zentren diesen Status erhalten sollen.

Unabhängig davon starten Deger und sein Team bereits im Februar zwei neue Angebote: Am Freitag, 3. Februar, von 10 bis 12 Uhr trifft sich zum ersten Mal eine Gruppe für Männer mit Demenz ab 60 Jahren. Die Teilnahme ist kostenfrei, Voraussetzung ist jedoch ein vorheriges Gespräch. Dafür bittet Deger um Anmeldung unter Telefon 8 91 68 17 15. Ein monatlicher Sonntagstreff hat am 26. Februar ab 10 Uhr Premiere. „Sonntags allein zu Hause? Das muss nicht sein“, sagt der neue ASZ-Leiter und lädt zum Frühstück und zu gemeinsamen Aktivitäten in geselliger Runde ein. Eine Anmeldung ist bis 24. Februar nötig. Die Teilnahme kostet zwei Euro.
ul

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