Schutz für Angerlohe

Bezirksausschuss erwägt strengere Regeln zum Erhalt des Lohwaldes

Der historische Torbogen in der Angerlohe soll in die Denkmalliste aufgenommen werden.
1 von 4
Der historische Torbogen in der Angerlohe soll in die Denkmalliste aufgenommen werden.
Die Angerlohe zählt zu den letzten seltenen Lohwäldern Europas.
2 von 4
Die Angerlohe zählt zu den letzten seltenen Lohwäldern Europas.
Die Angerlohe zählt zu den letzten seltenen Lohwäldern Europas.
3 von 4
Die Angerlohe zählt zu den letzten seltenen Lohwäldern Europas.
Falk Lamkewitz fordert, dass die Angerlohe zum Naturschutzgebiet wird. 
4 von 4
Falk Lamkewitz schlägt vor, die Angerlohe zum Naturschutzgebiet zu machen. 

Untermenzing - Lohwälder sind selten: Die Angerlohe zählt zu den letzten dieser Gebiete in Europa. Doch der Wald scheint bedroht. 

Falk Lamkewitz schlägt vor, die Angerlohe zum Naturschutzgebiet zu machen. 

Die Angerlohe zählt zu den letzten seltenen Lohwäldern Europas. Der Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing macht sich deshalb Gedanken, wie dieses sogenannte Fauna-Flora-­Habitat-Gebiet besser geschützt werden kann. Ein Ansatz, für den Falk Lamkewitz (Grüne, Foto) in der jüngsten BA-Sitzung plädiert hat, wäre die Umwandlung des Landschaftsschutzgebietes in ein Naturschutzgebiet, vergleichbar mit der Allacher Lohe.

Doch beantragt hat der BA noch nichts Dergleichen. Viertelchefin Heike Kainz möchte sich erst informieren, welche Konsequenzen das im Einzelnen haben könnte. „Bevor wir uns eine Meinung bilden, müssen wir die rechtlichen Möglichkeiten abklären und die jeweiligen Auswirkungen abwägen“, sagt sie. Eine Aufgabe, der sie sich jetzt annehmen will.

Ausgelöst wurde die Debatte durch eine aus BA-Sicht unbefriedigende Antwort des Planungsreferats auf einige Anträge des Gremiums. So hatte der BA gefordert, eine Leinenpflicht für Hunde in dem Gebiet zu erlassen und das Landschaftsschutzgebiet „als solches deutlich zu kennzeichnen“. Eine neue Beschilderung kündigte die Stadt zwar an, lehnte die Leinenpflicht aber ab. Diese gelte nur für das Naturschutzgebiet Allacher Lohe, nicht aber für das Landschaftsschutzgebiet Angerlohe. 

Eine Abfuhr holte sich der BA auch mit dem Wunsch, Maßnahmen gegen die vielen Trampelpfade durch den Wald zu ergreifen. Zwar zeigte die Verwaltung in einem Schreiben an den BA Verständnis, erklärte jedoch, dass es an wirksamen Mitteln fehle. „Es wurde bereits versucht, die Trampelpfade durch Baumstämme abzusperren. Es bilden sich dann aber jedesmal wieder neue Pfade um die Stämme herum“, so das Planungsreferat. 

Für Falk Lamkewitz bedeutet das: „Die haben resigniert.“ Doch damit gibt er sich nicht zufrieden. „Die Angerlohe ist zu schade, um zusammengetrampelt zu werden“, sagte er und brachte damit eine Diskussion um weitere Schutzmaßnahmen für den Untermenzinger Lohwald in Gang.

ul

Auch interessant:

Meistgelesen

Weinverkostung der Extraklasse am 28. April im EATALY München
Weinverkostung der Extraklasse am 28. April im EATALY München
Hearing China: Chinesische Virtuosen zwischen Tradition und Moderne
Hearing China: Chinesische Virtuosen zwischen Tradition und Moderne

Kommentare