Einsatz gegen Raumnot und fehlende Sportstätten

Schulcampus in Pasing: Goldene Zeiten für Schüler?

Der Elternbeirat der Schererschule ist sich sicher: „Ein moderner Schulcampus würde sich gut ins Quartier Pasing einfügen.“
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Der Elternbeirat der Schererschule ist sich sicher: „Ein moderner Schulcampus würde sich gut ins Quartier Pasing einfügen.“

Elternbeirat der Grundschule am Schererplatz hat sein Konzept für einen Pasinger Schulcampus mit zwei futuristischen Gebäuden in Gold und Silber weiter verfeinert und einen Film erstellt

Update, 7. Oktober: Schulcampus Pasing nimmt weiter Gestalt an

Pasing - Einen modernen Schulcampus wünscht sich der Elternbeirat der Schererschule in Pasing und hat dafür im Juli einen ersten Entwurf mit zwei futuristischen Gebäuden vorgestellt. Der Vorsitzende Leif Geuder – Chef einer Design-Agentur – hat die Idee inzwischen weiter ausgearbeitet: Klassenräume ausgestattet für die digitale Zukunft, eine Mensa, eine Tiefgarage sowie ein Sportzentrum mit zwei Sporthallen und einem Schwimmbad. Was Geuder entworfen hat, ist – so sagt er selbst – „groß gedacht“. „Wir möchten einen Campus schaffen, der zeitgemäß, perfekt abgestimmt auf alle Anforderungen und harmonisch integriert ins Jetzt ist.“

Der Entwurf für den Schulcampus Pasing sieht ein Sportzentrum (vorne) sowie ein Schulhaus neben dem Fußballplatz vor.

Film soll möglichen Schulcampus Pasing veranschaulichen

Seine Pläne hat Geuder jüngst mithilfe eines eigenen Films, der das Projekt zeigt, Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD), Vertretern des Planungsreferats und des Kultusministeriums vorgestellt. Dietl lobte den Entwurf, kündigte aber für 2022 nur eine Machbarkeitsstudie an.

Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing, Frieder Vogelgesang (CSU), – selbst Architekt – war persönlich nicht zu dieser Präsentation eingeladen, aber findet „die Idee samt Entwurf für den Schulcampus Pasing spannend“. Er will Geuder in den zuständigen Unterausschuss einladen. Vogelsgesang gibt allerdings zu bedenken: „So ein Komplex geht schnell in zweistellige Millionenhöhen. Das können schon 50 Millionen sein.“ Gerade nach Corona seien die städtischen Gelder knapp.

Geuder verweist auf die Dringlichkeit: In nur fünf Jahren müssten die Schererschule und das benachbarte Elsa-Brändström-
Gymnasium insgesamt 18 Klassen mit rund 500 Schulkindern mehr unterbringen. Er ist zudem vom Nutzen für ganz Pasing überzeugt: „Die Aula könnte auch als Stadthalle für Veranstaltungen dienen.“

Elternbeirat plant rund um den Schererplatz Schulcampus Pasing im Alleingang

Pasing Zwei futuristische Bauten aus Metall und Glas könnten zukünftig den „Schulcampus Pasing“ bilden, findet der Elternbeirat der Grundschule am Schererplatz und hat dafür ein ausführliches Konzept ausgearbeitet.

Schulcampus Pasing ist wegen steigender Schülerzahlen dringend notwendig

„Lösungen sind schon lange überfällig“, findet Anita Bock, Rektorin der Grundschule. „Wir wachsen enorm und brauchen mehr Platz.“ Auch am benachbarten Elsa-Brändström-Gymnasium wird es eng und den Pasinger Sportvereinen fehlen Hallenkapazitäten. Für Leif Geuder, Vorsitzender des Elternbeirats, ist aber klar: „Herausforderungen sind Riesen-Chancen.“ Und solche böten sich aktuell für die beiden Schulen.

In Abstimmung mit der Schulleitung hat Geuder, Geschäftsführer einer Design-Agentur, nun einigen Vertretern der Stadt das Konzept „Schulcampus Pasing“ vorgestellt. Man müsse größer denken, um den Anforderungen gerecht zu werden, sagt er. Denn demographische Analysen zeigen: In fünf Jahren werden knapp 500 Schüler mehr die beiden Pasinger Schulen besuchen, als jetzt. Das wären 18 Klassen. Für einen solchen Zuwachs stünden den beiden Schulen aktuell nicht genügend Klassenräume zur Verfügung.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Leif Geuder, und seine Stellvertreterin Daniela Hebebrand präsentierten ihr Konzept für einen Schulcampus in Pasing.

Zwei moderne Neubauten sollen Schulcampus und Sportzentrum Pasing bilden

Deshalb schlägt der Elternbeirat zwei neue mehrstöckige Bauwerke vor. Ein großes Schul- und Mensagebäude soll anstelle der Pavillons des Elsa-Brändström-Gymnasiums neben dem Sportplatz entstehen. Mit dem schrägen, goldfarbenen Quader hat der Elternbeiratsvorsitzende einen ersten Gestaltungsvorschlag gemacht. Da eine Architekturausschreibung erfolgen müsste, sei das Endergebnis aber noch offen.

Die baufällige Turnhalle der Schererschule soll durch ein neues „Sportzentrum“ ersetzt werden. „Wir wollen offene, moderne und zukunftsfähige Räume mit einem hohen Grad an Funktionalität und Flexibilität“, sagt Geuder. Die geplante Mensa könnte den Pasingern beispielsweise auch als Bürgersaal zur Verfügung stehen und böte so einen Mehrwert für den ganzen Stadtteil.

Bibliothek, Mensa Klassenzimmer, zwei Sporthallen und Dachgarten

Der Entwurf sieht zwei schräge Quader vor: Ein goldener Bau mit zusätzlichen Klassenzimmern und einer Mensa soll anstelle der Pavillons des Elsa-Brändström-Gymnasiums entstehen.

Im neuen „Schulcampus“ wäre außerdem genügend Platz für bis zu zehn neue Klassen- und zusätzliche Lehrerzimmer, eine „Lerngalerie“ mit Bibliothek und Aufenthaltsräume. Das Dach soll begrünt werden und böte damit Flächen für Freizeit und einen Schulgarten. Im zukünftigen „Sportzentrum“ sind zwei Hallen und weitere Klassenräume vorgesehen, um den Bedarf der Schulen und Vereine sowie der Ganztagsbetreuung zu decken.

In dem silberfarbener Bau, der die marode Sporthalle an der Alois-Wunder-Straße ersetzen soll, sollen neben weiteren Klassenräumen auch Sporthallen entstehen.

Peter Scheifele, stellvertretender Leiter des Referats für Bildung und Sport (RBS), zieht nach der Vorstellung ein positives Fazit: „Unsere Philosophie und die Grundgedanken sind die gleichen.“

Geuder geht davon aus, dass – wenn nun mit der Planung begonnen wird – der Bau der beiden Gebäude 2026 starten könnte. Salome Benz vom RBS, hält das für „relativ realistisch“. Die Stadt will nun den genauen Bedarf der Schulen ermitteln und für 2022 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Katharina Kohler

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