Jubiläum in Neuhausen

Schützen leiden an Überalterung

Der Vorstand (v.li.): die Schützenmeister Erwin Fertl und Jacqueline Pfitzer sowie Armin Reindl und Doris Fertl.

125 Jahre SG Falkenauge: Neuhauser Verein lädt am 12. November zu einem Festgottesdienst ein.

Dass die Schüt­zengesellschaft (SG) Falkenauge am Samstag, 12. November, zur 125-Jahr-Feier einladen kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Allein in der jüngeren Vergangenheit fürchtete der Verein mehrfach um seine Zukunft. Das Problem waren jeweils die Räume. Heute macht sich Schützenmeister Erwin Fertl (66) eher Sorgen um den Nachwuchs. „Wir leiden an Überalterung“, sagt er. Bei aktuell 30 Mitgliedern zwischen 18 und 83 Jahren liegt der Al­tersdurchschnitt bei über 60 Jahren. „Es ist ein Sport, der viel Kondition und Konzentration erfordert“, sagt Fertl. Dafür seien viele junge Leute nicht so leicht zu begeistern.

Gegründet wurde die Gesellschaft im November 1891 von sieben Mitgliedern in der Maxvorstadt. Nach mehreren Umzügen landeten die Schützen 1899 in einem Nymphenburger Lokal. Von 1926 bis 1983 war der „Laimer Hof“ ihre Heimat. Als die zum Schießstand umfunktionierte Kegelbahn dort aufgelöst wurde, war die Existenz des Vereins in Gefahr. 1985 beschlossen die damals 30 Mitglieder dann, den Keller einer damaligen Gaststätte an der Dietleibstraße in Neuhausen mit viel Eigenleistung zum Schießstand mit Vereinsstüberl auszubauen. Als ein Kindergarten ins Erdgeschoss des Gebäudes einziehen wollte, drohte 2010 aber auch dort das Aus. „Ein Miteinander von Schützen und Kindern in einem Haus wurde für unmöglich gehalten“, erinnert sich Fertl. Der Neuhauser Bezirks­ausschuss setzte sich jedoch einstimmig dafür ein, dass der Verein bleiben konnte (Hallo berichtete). Und die Nachbarschaft funktioniert. Dafür sorgen laut Vereinsvorstand eine völlige räumliche Trennung und die Tatsache, dass beim Schießen mit Luftgewehr und Luftpistole kein Lärm entsteht.„Man nimmt uns hier im Viertel gar nicht wahr“, erklärt Fertl.

Zum Jubiläum macht die SG Falkenauge jetzt auf sich aufmerksam. Zu einem Festgottesdienst am Samstag, 12. November, ab 16 Uhr in Christkönig (Notburgastraße 15) sind alle Bürger eingeladen. Und um 17 Uhr kommen Böllerschützen in den Hirschgarten, um dem Verein zu gratulierten. ul

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