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Sanierung des Allacher Tunnels: BA fordert Sharing-Angebote an Langwieder Seenplatte für Pendler und Badegäste

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Auf dem Parkplatz nordwestlich des Langwieder Sees soll eine Mobilitätsstation entstehen. Das forder der Aubinger BA um den Vorsitzenden Sebastian Kriesel (CSU).
Auf dem Parkplatz nordwestlich des Langwieder Sees soll eine Mobilitätsstation entstehen. Das fordert der Aubinger BA um den Vorsitzenden Sebastian Kriesel (CSU). © Andreas Schwarzbauer

Während der Sperrung des Allacher Tunnels soll eine Mobilitätsstation für Pendler am Langwieder See das erwartete Verkehrschaos abmildern und auch Badegästen zugute kommen.

Eine Mobilitätsstation am Langwieder See soll das Verkehrschaos durch die Sperrung des Allacher Autobahntunnels abmildern. Das fordert der Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied in einem Antrag.

Voraussichtlich für acht Jahre soll der Tunnel saniert werden. Der Verkehr wird zeitweise nur noch durch eine der zwei Röhren fließen können. Staus seien daher programmiert, meinen die Viertelpolitiker. Sie fürchten daher, dass sich viele Autofahrer Schleichwege durch Langwied, Lochhausen und Allach suchen werden, um den Abschnitt zu umfahren.

Der Paul-Ehrlich-Weg könnte als Autobahnumfahrung dienen.
Der Paul-Ehrlich-Weg könnte als Autobahnumfahrung dienen. © Andreas Schwarzbauer

„Die Stadtteile werden dann im Verkehr ersticken. Wir müssen uns etwas überlegen, sonst bricht alles zusammen“, sagt der Aubinger BA-Chef Sebastian Kriesel (CSU).

Während Sanierung des Allacher Tunnels - Mobilitätsstation und Sharing-Angebote am Langwieder See für Pendler und Badegäste

Der Bezirksausschuss hat daher eine Anregung der Autobahn GmbH aufgegriffen. Auf dem westlichen Parkplatz an der Kreuzkapellenstraße sollen für Pendler, die dort ihren Wagen abstellen können, verschiedene Mobilitätsangebote bereitstehen.

Die Arbeitgeber aus dem Münchner Nordwesten wie Krauss Maffei oder MAN könnten Pendelbusse anbieten. Zudem seien Sharing-Systeme wie Leihräder oder Fahrgemeinschaften sinnvoll.

Damit könnte die Stadt in den Augen der Viertelpolitiker auch ein weiteres Problem lösen: An schönen Sommerwochenenden strömen die Badegäste an die Seen. Da das Naherholungsgebiet öffentlich nicht gut angebunden ist, kommen viele mit dem Auto. Dies sorgt oft für kilometerlange Staus.

Mehr Mobilität an der Seenplatte durch Leih-Fahrrad oder E-Roller

Mit einer Leihstation an der Seenplatte könne man einige Besucher zum Umstieg auf das Fahrrad oder den E-Roller bewegen, hofft der Bezirksausschuss.

Aktuell sei das MVG-Sharing-Angebot für diese nicht sinnvoll. „Wenn ich am See ankomme und mein Leihrad nicht in einer Station abstellen kann, läuft die Uhr weiter“, erklärt Kriesel.

Zusätzlich müssten auch an den Bahnhöfen in Lochhausen, Langwied und Allach entsprechende Angebote etabliert werden, meint der BA-Chef. Der Platz dafür sei da.

Sebastian Kriesel (CSU), Chef des BA Aubing.
49 Kriesel @andy.jpg © Andreas Schwarzbauer

Dass künftig Badegäste mit Pendlern um die raren Parkplätze an der Seenplatte konkurrieren, fürchtet der BA nicht. „Unter der Woche ist dort tagsüber nicht viel los“, sagt Kriesel.

Der BA fordert daher die Stadt auf, gemeinsam mit der Autobahn GmbH eine Verkehrsanalyse und eine Machbarkeitsstudie über eine Mobilitätsstation anzugehen. Wann genau die Sanierung des Tunnels starten soll, steht noch nicht fest – wohl aber nicht vor 2025.

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