Geht dem Viertel ein Licht auf?

Pasinger Zentrum: BA will 170 000 Euro für Ambientebeleuchtung zuschießen

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Der Bezirksauschuss sowie einige ortsansässige Geschäftsleute haben einen Lichtplaner beauftragt, der das Viertel in der dunklen Jahreszeit zum Leuchten bringen soll. Welches Konzept er erarbeitet hat, welche Kritikpunkte es gibt, warum es jetzt schnell gehen muss...

In der dunklen Jahreszeit sind die Straßen im Pasinger Zentrum für Passanten wenig attraktiv. Sie sind düster und grau. Ein Lichtplaner soll das nun ändern...

Pasing – Das Pasinger Zentrum wird bald neu erstrahlen. Der Bezirksausschuss und die Geschäftsleute im Verein „Aktives Pasing“ wünschen sich dort eine Ambientebeleuchtung. 

„Es ist ein bisschen dunkel. Deshalb soll das alte Zentrum zwischen Bäcker-, Gleichmann- und Landsberger Straße eine optisch moderne Aufwertung erfahren“, sagt Christian Herkner, Vorsitzender des Gewerbevereins und BA-Mitglied.

Derzeit ist es am Marienplatz düster. Lichtplaner Florian Zach will das ändern.

Lichtplaner Florian Zach von 3lpi hat ein Konzept erarbeitet, das aus zwei Elementen besteht: „Wir wollen einerseits die Sichtachsen ins rechte Licht rücken, denn die Endpunkte liegen derzeit im Dunklen.“ Deshalb sollen prägende Punkte wie der Erker des Pasinger Rathauses oder die Mariensäule angestrahlt werden. Auch mit den Eigentümern einiger privater Gebäude verhandelt der Gewerbeverein, ob diese Fassaden ebenfalls beleuchtet werden dürfen.

Das zweite Element sind selbstleuchtende Ringe, die über die Straßen gespannt werden. „Sie sollen ein wiederkehrendes Element sein, das die Passanten mitnimmt und ein Identifikationsmerkmal für Pasing ist. Denn das findet man in dieser Form an keiner anderen Stelle in München“, so Zach. Allerdings muss der Lichtplaner noch mit der MVG klären, inwieweit dies umsetzbar ist, damit die Trambahn nicht behindert wird.

Die Mehrheit im Bezirksausschuss zeigte sich begeistert von den Plänen. „Dadurch können wir Pasing ganz anders wirken und ein angenehmes Klima entstehen lassen, sodass sich die Leute gerne im Zentrum aufhalten“, sagte Sven Wackermann (CSU). Deshalb will das Gremium dafür rund 170 000 Euro aus dem Stadtbezirksbudget zuschießen. 

Nur Frank Zimmer (SPD) hatte „massive Bedenken“. Es sei unklar welche Folgekosten entstünden. „Es ist für mich eine Verschwendung von Steuergeldern.“ Seine Kollegen konnten das nicht nachvollziehen.„Die Kosten werden sehr genau kalkuliert“, so Herkner. Um unnötige Energieverschwendung zu vermeiden, soll die Beleuchtung zudem um 22 Uhr abgeschaltet werden.

Nun ist Eile geboten, denn ein Teil der 170 000 Euro aus dem Stadtbezirksbudget verfällt am Jahresende. Zach soll deshalb wegen der Fassadenbeleuchtung rasch auf die Privateigentümer zugehen und das Baureferat die Machbarkeit prüfen. 2020 könnte der erste Teil umgesetzt werden, so Zach.

Andreas Schwarzbauer

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