Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst

Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst

Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst
Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Tennisplätze außer Gefahr

ESV München: Tennisanlage vorerst sicher – dennoch viel Unmut bei Pasinger Abteilung

+
Zwar sind die Plätze vorerst sicher, doch die vergangenen Monate haben jede Menge verbrannte Erde hinterlassen.

Lange hat die Tennisabteilung des ESV München um ihr Gelände an der Haberlandstraße gebangt. Jetzt steht fest: Es wird keinen Grundstückstausch zwischen Verein und Investor geben.

Pasing – Die Tennisanlage an der Haberlandstraße ist vorerst gerettet. Die Stadt stoppte die Überlegungen des ESV Münchens, das Grundstück gegen den Willen der Tennisabteilung für Flächen an der Hildachstraße einzutauschen. „Die Stadt lässt an der Hildachstraße keine Sportnutzung zu. Der Bestand unserer Anlage ist somit für die nächsten Jahre gesichert“, sagt Abteilungsleiter Jürgen Klässner.

Dennoch haben die vergangenen Monate verbrannte Erde hinterlassen: Die Tennisabteilung fühlt sich vom Hauptverein im Stich gelassen. Klässner hätte sich gewünscht, dass der ESV den Vorschlag eines privaten Investors, die beiden Grundstücke zu tauschen, klar zurückweist. 

Dem Investor gehört das Nachbargrundstück mit den Kleingärten. Er würde das gesamte Gebiet gerne in Bauland umwandeln. Dass sich der ESV offen für den Tausch zeigte, lag daran, dass der Standort in Pasing „in zweifacher Hinsicht herausfordernd für den Verein“ sei, wie ESV-Geschäftsführerin Pia Kraske mitteilte.

Durch den Ausbau der Bahnstrecke Pasing-Buchenau und die U5-Verlängerung nach Freiham würden Teile der Anlage temporär oder dauerhaft wegfallen. Somit sei die Zukunft des Areals fraglich. Die Flächen an der Hildachstraße wären eine Möglichkeit, „den Sportbetrieb der Pasinger Tennisspieler auf Dauer“ zu sichern, so Kraske. Klässner widerspricht: Nur während der Bauzeit werde es kleinere Beeinträchtigungen geben.

Das Misstrauen der Tennisabteilung gegenüber dem Hauptverein ist nun groß. Klässner bemängelt, dass es Informationen immer erst auf Nachfrage gab. Seine Vereinskollegin Marianne Manz fühlt sich sogar getäuscht. „Die Geschäftsführung hat zwar immer gesagt, es sei nur ein Gedankenspiel. Aber es gab eine Bauvoranfrage und eine Klage gegen den negativen Bescheid.“ Sie glaubt, dass die Pasinger Tennisspieler bei einem Grundstückstausch in die Röhre geschaut hätten. In diesem Fall hätten Fußball und Hockey Vorrang gehabt. 

„Die beiden Abteilungen haben deutlich mehr Flächenbedarf“, so Manz. Laut Kraske ist der Tausch – zumindest derzeit – keine Option mehr. „Wir unterstützen und fördern alle Möglichkeiten, auf dem Gelände in Pasing bleiben zu können.“

Andreas Schwarzbauer

Erstmeldung: 14. Mai 2018 – Tennisabteilung des ESV München fürchtet um ihre Zukunft 

Abteilungsleiter Jürgen Klässner sieht das Vorgehen des Investors sehr kritisch: Die Tennisabteilung fürchtet um die Zukunft ihrer Plätze an der Haberlandstraße.

Pasing – Die Tennisplätze an der Haberlandstraße sind in Gefahr. Auf der Bürgerversammlung schlug deshalb Marianne Manz von der Tennisabteilung des ESV München Alarm. Ein Grundstücksinvestor wolle das Gelände, das dem Sportverein gehört, kaufen und bebauen. Die umliegenden Flächen gehören ihm bereits. Bei der Tennisabteilung geht nun die Angst um: „Der Investor geht mit ungewöhnlichen Mitteln vor“, sagt Abteilungsleiter Jürgen Klässner. 

Anfang des Jahres habe er zahlreiche Bäume rund um die Anlage abgeholzt. Sie seien ein idealer Lärm- und Sichtschutz gewesen. Manz vermutet, dass er die Sportler dadurch mürbe machen wolle. Der Eigentümer betonte, dass er die Bäume aus Sicherheitsgründen fällen musste. 

Auf einer Mitgliederversammlung hätten sich die Mitglieder zu 99 Prozent gegen einen Verkauf ausgesprochen, so Klässner. Vom Hauptverein gibt es Rückendeckung. Geschäftsführerin Pia Kraske sagt: „Wir wollen nicht verkaufen.“ 

Ingo Trömer, Sprecher der Lokalbaukommission, teilte mit, dass es derzeit keine Bestrebungen gebe, das Gelände in Bauland umzuwandeln. Dennoch hat der ESV München ein Problem: Eine offizielle Vermessung habe gezeigt, dass vier der acht Plätze mit etwa drei Metern auf dem Grund des Investors liegen. Sollte dieser die Räumung der Plätze verlangen, seien sie nicht mehr bespielbar, sagt Klässner. „Die komplette Saison ist dann gelaufen.“ 

Andreas Schwarzbauer

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro
Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro
Feiern mit der Raupe Nimmersatt
Feiern mit der Raupe Nimmersatt
Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst
Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst

Kommentare