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Kritik an Bezirksausschuss

Pasing: Invasion der Friseure

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Josef Veit ist sauer über die Stadtteilplanung im Viertel.

Einzelhändler beklagt die Ladenstruktur im Pasinger Zentrum –  Die Kritik geht auch an den Bezirksausschuss und  die Stadtteilmanagerin.

Pasing - „Fortyone", also 41, heißt der neueste Friseur, der an der Gleichmannstraße anstelle des Feinkostladens Delice eröffnet hat.

"Einzelhändler werden systematisch verdrängt"

41 Friseur-Salons sind es zwar im Pasinger Zentrum noch nicht, aber dennoch sind es viel zu viele, findet zumindest Josef Veit: „Wir haben inzwischen neun Friseure auf der Meile. Die Einzelhändler werden systematisch verdrängt“, ärgert sich der Ur-Pasinger, der selbst einen Elektro-Laden an der Alten Allee betreibt.

Er fordert, dass endlich die Politik tätig wird, denn schon seit Jahren verändere sich Pasing zum Negativen. Die Qualität und Vielfalt gehe verloren. Veit würde sich beispielsweise einen Laden für Haushalts- oder Lederwaren wünschen anstelle der Friseur-Salons und Handy-Geschäfte. Er kritisiert: „Die Politik schaut nur zu.“

Pasing: Invasion der Friseure - Bildergalerie

So viele Friseure gibt es mittlerweile in Pasing - Zu viele, wenn es nach einigen Anwohnern geht. © andy
So viele Friseure gibt es mittlerweile in Pasing - Zu viele, wenn es nach einigen Anwohnern geht. © andy
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So viele Friseure gibt es mittlerweile in Pasing - Zu viele, wenn es nach einigen Anwohnern geht. © andy
So viele Friseure gibt es mittlerweile in Pasing - Zu viele, wenn es nach einigen Anwohnern geht. © mjh
So viele Friseure gibt es mittlerweile in Pasing - Zu viele, wenn es nach einigen Anwohnern geht. © andy
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So viele Friseure gibt es mittlerweile in Pasing - Zu viele, wenn es nach einigen Anwohnern geht. © andy

Katrin Englert Stadtteilmanagerin für das Pasinger Zentrum in der Kritik

Zwar gibt es mit Katrin Englert eine Stadtteilmanagerin für das Pasinger Zentrum, aber Veit kritisiert sie scharf: „Sie verschläft ihre Verantwortung und kommt ihrer Aufgabe bei Weitem nicht nach.“

Er hätte sich gewünscht, dass sie regelmäßige Stammtische mit den Pasinger Geschäftsleuten organisiert, damit sie frühzeitig erfährt, wenn ein Laden Probleme hat. Dann könne sie entweder helfen und Strategien entwickeln oder öffentlichen Druck aufbauen, damit wieder ein hochwertiges Geschäft einziehe, so Veit.

Aber Englert sei nicht einmal der Einladung zum Treffen der Pasinger Einzelhändler gefolgt, das alle zwei Monate stattfindet. „Ich muss auf die Leute zugehen. Nur dann kann ich etwas bewirken.“

Auch der BA steht in der Kritik

Auch vom Bezirksausschuss (BA) erwartet Veit mehr. Die Politiker würden sich zu häufig in parteipolitischen Diskussionen verlieren. „Sie müssen aber zusammenarbeiten, um die Probleme im Stadtteil im Sinne der Bürger zu lösen.“

BA-Chef Romanus Scholz kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen: „Ich denke schon, dass die Mitglieder im BA sehr intensiv versuchen, alle Anliegen der Bürger aufzunehmen.“ Dafür würden sie ehrenamtlich sehr viel Zeit investieren. Viele Beschlüsse würden nicht stur nach Fraktionszugehörigkeit getroffen.

Es ist dem Eigentümer überlassen an wen er seinen Laden vermietet

Bei der Ladenstruktur im Pasinger Zentrum hält Scholz die politischen Einflussmöglichkeiten für sehr begrenzt, „da es grundsätzlich dem Eigentümer überlassen ist, an wen er seinen Laden vermietet“. Die Stadtteilmanagerin versuche aber durch Gespräche mit den Eigentümern Leerstand und eine problematische Vermietung zu verhindern. Zudem gebe es immer wieder Werbemaßnahmen für die Geschäfte. Sie könnten sich aber nur halten, wenn die Pasinger dort tatsächlich einkaufen und nicht nur über das Laden­sterben lamentieren.

Von der Stadtteilmanagerin lag bis Redaktionsschluss kein Statement vor. A. Schwarzbauer

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