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Obermenzing: ASZ sucht dringend Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst

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Tobias Deger braucht ab September einen neuen „Budfi“ für das ASZ in Obermenzing.

Unentbehrliche Kräfte in vielen Sozialeinrichtungen: die sogenannten Bundesfreiwilligen, kurz „Bufdis“. Was passiert, wenn diese Helfer ausbleiben, zeigt sich gerade im ASZ Obermenzing...

Obermenzing – Tobias Deger wird zusehends nervös: „Wenn wir nicht bald einen neuen Bundesfreiwilligen finden, dann müssen wir unseren Service massiv einschränken“, bringt der Leiter des Alten- und Service-Zentrums (ASZ) Obermenzing an der Packenreiterstraße 48 das Dilemma auf den Punkt. 

Seit Monaten suchen er und sein Team einen Nachfolger für die jetzige Mitarbeiterin auf Basis des Bundesfreiwilligendienstes – im Volksmund auch „Bufdi“ genannt. Deren Tätigkeit endet im August. Doch bisher haben keine geeigneten Bewerber auf Degers Bemühungen reagiert.

Die Aufgaben seien vielfältig und würden die Mitarbeiter in der Verwaltung und im täglichen Betrieb spürbar entlasten. So sitzt der „Bufdi“ im ASZ quasi am Empfang und ist sowohl persönlich als auch telefonisch erster Ansprechpartner für Besucher und Interessenten. 

„Wenn wir niemanden bekommen, gibt es dann ein leeres Büro und einen Anrufbeantworter am Telefon. Die anderen Mitarbeiter sind mit dem laufenden Programm und den Verwaltungsarbeiten voll ausgelastet und können diese Aufgabe nicht übernehmen“, macht Deger deutlich. Zudem hilft der Freiwillige bei Besorgungen und der Vorbereitung von Veranstaltungen. 

Bis zum Alter von 27 Jahren schreibt der Gesetzgeber eine Vollzeitstelle vor. Personen ab 27 Jahren können zwischen Teil- und Vollzeit wählen, sollten laut Deger aber mindestens 20,5 Stunden pro Woche arbeiten. Die Dauer des Einsatzes kann zwischen sechs und 18 Monaten variieren. Pro Monat gibt es etwa 200 Euro Taschengeld plus Zuschüsse für Unterkunft und Verpflegung. 

Nach Auskunft des ASZ-Leiters kann ein „Bufdi“ so auf maximal 600 Euro pro Monat kommen. „Es wäre eben gut, wenn sich jemand aus der näheren Umgebung mit einer gesicherten Unterkunft melden würde“, hofft Deger. 

Beim Alter ist er völlig offen: „Es ist ideal für jüngere Menschen, die zur Berufsfindung mal in einen Sozialberuf reinschnuppern wollen, aber ebenso für Ältere, die nach dem aktiven Berufsleben ihr Potential einbringen wollen und Lust auf eine interessante, neue Aufgabe haben.“

So wie die 56-jährige Inge Hutzler, die jetzt seit fast einem Jahr im ASZ mithilft: „Es ist genau das Richtige für mich, denn ich komme unter Leute und bin nützlich“, erklärt sie. Bis dahin war die Obermenzingerin bei der Telekom tätig. Im Rahmen des Programms „engagierter Ruhestand“ kann sie nach einem „Bufdi“-Jahr vorzeitig in Rente gehen.

Ursula Löschau

Unter Telefon 89 16 81 715 informiert Tobias Deger jederzeit gerne über die Einzelheiten.

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