Ende dem Bade-Notstand: Neuer See für Freihamer Erholungsgebiet im Gespräch

Ende dem Bade-Notstand: Neuer See für Freihamer Erholungsgebiet im Gespräch

Ende dem Bade-Notstand: Neuer See für Freihamer Erholungsgebiet im Gespräch
Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen

Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen

Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen

So kehrt München zusammen

Rollsplitt: Raus aus dem Restmüll!?

+
Streusplitt in die Restmülltonne werfen zu müssen, ärgert viele Münchner Bürger.

Dort, wo Münchner selbst für die Straßenreinigung zuständig sind, ist das Problem bekannt: Reste von Rollsplitt. Laut aktueller Regelung gehört er in den Restmüll. Doch das widerstrebt vielen.

Obermenzing – Rekordhitze in München: Wer denkt da an den Winter? Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing tut es und fordert einstimmig, dass auf allen Wertstoffhöfen der Stadt künftig Container aufgestellt werden, in denen Privathaushalte kostenlos Straßensplitt entsorgen können. 

Bisher schreibt die Stadt vor, dass Streusplitt in „haushaltsüblichen Mengen“ in die Restmülltonne entsorgt werden soll. Größere Mengen müssen gegen Gebühr von Fachfirmen gereinigt werden. „Wo der Splitt dann tatsächlich landet und so der Umwelt schadet, ist offen“, erklärt die CSU-Fraktion ihren Vorstoß.

Das besagen die aktuellen Regelungen

Laut Abfalllexikon des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) kann das Streugut Verunreinigungen wie Cadmium, Kupfer, Zink, Blei, Nickel und Chrom enthalten. Es darf daher nicht wie Bauschutt behandelt und entsorgt werden. 

Die jetzige Regelung gibt es nach Auskunft von AWM-Sprecherin Evi Thiermann schon seit Jahrzehnten. „Probleme mit dieser Entsorgung und/oder Beschwerden hierzu sind uns nicht bekannt“, sagt sie. Allerdings sei zu beachten, „dass nicht zu viel Streusplitt auf einmal in die Restmülltonne gegeben wird, da sie sonst zu schwer wird“. Zu schwere Tonnen könnten von den Mitarbeitern nicht mehr oder nur schwer bewegt werden und beim Einhängen in die Schüttvorrichtung kaputtgehen. 

Welche Splitt-Mengen in der Tonne landen, wird vom AWM nicht erhoben. Für den BA 21 ist es auf jeden Fall zu viel und „ein Unsinn“, wie Constanze Söllner-Schaar (SPD) betont.

Wie sehen Sie das?

In diesen Fällen sind Bürger zuständig

Betroffen sind Haushalte in der ganzen Stadt. Im sogenannten Vollanschlussgebiet kümmert sich zwar die Straßenreinigung (Baureferat) ums Kehren, nicht aber auf privaten Flächen wie Innenhöfen. Außerhalb des Vollanschlussbereichs sind die Anlieger für die Splittbeseitigung auf Wegen und Straßen zuständig. 

Allerdings hilft die Stadt beim alljährlichen „Frühjahrsputz“ auch dort beim Kehren der Straßen. „Dieser Service entlastet die Grundstückseigentümer von ihrer Pflicht, die Fahrbahnen zu reinigen. Zudem ist so sichergestellt, dass der Splitt fachgerecht entsorgt wird“, sagt Dagmar Rümenapf vom Baureferat.

Der BA hält dagegen, dass die Kehrmaschinen wegen der dicht zugeparkten Straßen gar nicht alles entfernen könnten, was an Splitt gestreut wird. Und das ist eine ganze Menge: allein im Winter 2018/19 etwa 18 100 Tonnen. Der vom Baureferat wieder eingesammelte Splitt wird von einer Recyclingfirma aufbereitet und unter anderem von Baufirmen wiederverwendet.

Ursula Löschau

Weitere Informationen vom AWM gibt es unter: www.awm-muenchen.de

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Ende dem Bade-Notstand: Neuer See für Freihamer Erholungsgebiet im Gespräch
Ende dem Bade-Notstand: Neuer See für Freihamer Erholungsgebiet im Gespräch
Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen
Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen
Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst
Auf den Trambahnschienen überholt und ausgebremst
Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro
Miese Masche: Betrüger erleichtern Rentnerin um zehntausende Euro

Kommentare