Gegenwind für Wohnbau-Projekt

BA Pasing-Obermenzing lehnt geplantes Mehrfamilienhaus an der Chopinstraße ab

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Die Villa an der Chopinstraße 28/28a soll einem Mehrfamilienhaus weichen. Doch im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing herrschen große Bedenken.

Der geplante Neubau an der Chopinstraße 28/28a sorgt weiter für Diskussionen in Pasing.

Der geplante Neubau an der Chopinstraße 28/28a sorgt weiter für Diskussionen in Pasing. Nicht nur die Anwohner befürchten, dass sie ihre Wohnungen verlassen müssen, weil dort ein Neubau mit teuren Eigentumswohnungen entstehen könnte (Hallo berichtete). Auch im Bezirks­ausschuss (BA) Pasing-Obermenzing stößt das Vorhaben auf Gegenwind.

Die Domino-GmbH, die das Areal erworben hat, hatte gegenüber Hallo zwar abgestritten, dass ein Bauantrag gestellt wurde. Zumindest eine Bauvoranfrage liegt aber vor. Wie ein Sprecher des Planungsreferates bestätigte, soll demnach ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage entstehen. Die Voranfrage werde derzeit noch geprüft.

In diesem Rahmen durfte auch der BA Stellung beziehen. Und der lehnte die Anfrage gleich aus mehreren Gründen ab. Das Gremium folgte damit dem Unterausschuss Bau. Demnach soll erst juristisch geklärt werden, inwieweit der Schutz des bestehenden Villen-Ensembles zu bewerten ist. Auch eine Begründung für die Zusammenlegung der beiden Flurstücke mit den Hausnummern 28 und 28a fordern die Viertelpolitiker.

Geprüft werden soll darüber hinaus, ob statt eines massiven auch zwei kleinere Bauwerke gebaut werden können. Letztlich störten sich die BA-Mitglieder auch an der geplanten Form des Neubaus. Entstehen soll nämlich ein Terrassenbau. Hier sei die Frage zu klären, ob Teile der besonderen Siedlungsverordnung zu berücksichtigen seien, in der in bestimmten Siedlungsgebieten Vorgaben für die Gestaltung von Gebäuden gemacht werden.

Winfried Kaum (CSU) wollte bei der Ablehnung jedoch nicht mitgehen. Er sieht in den Forderungen des BA „einen Eingriff in das Eigentum, den ich nicht befürworten kann“. Doch für diese Ansicht fand er lediglich zwei Mitstreiter. Die große Mehrheit des Gremiums will die gestellten Fragen erst klären lassen – unabhängig davon, dass die Lokalbaukommission die Anfrage noch im Januar bearbeiten will.

Andreas Daschner

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