Die Erschließung des Neubaugebiets sei völlig unzureichend

Nur eine Zufahrt für 5500 Bürger?

Schmale 30er-Zonen sollen als Erschließungsstraßen für das Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee mit seinen rund 5500 Einwohnern dienen.
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Schmale 30er-Zonen sollen als Erschließungsstraßen für das Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee mit seinen rund 5500 Einwohnern dienen.

Pasing – Die Pasinger Anwohner sind mit der Verkehrsplanung für die Paul-Gerhardt-Allee alles andere als zufrieden: Sie befürchten das eine neue gewaltige Verkehrslawine auf sie zurollen wird

Die Pasinger laufen Sturm gegen die Verkehrsplanung der Stadt für das Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee. Gleich vier Anträge auf der Bürgerversammlungen behandelten dieses Thema. Von einer „Fehlplanung“ und einer „Schande für unsere Stadt“ sprachen die Antragssteller.

Die Erschließung des Gebietes, in dem 3500 Wohnungen für rund 5500 neue Bewohner entstehen, sei völlig unzureichend.

„Es bleibt im Wesentlichen nur ein Weg – der Weg nach Westen in ein Straßennetz, das den Berufsverkehr

Anwohner Helmut Forgber kritisiert die Untätigkeit der Stadt.

von heute schon nicht mehr bewältigen kann“, sagt Anwohner Helmut Forgber. Kleine und ruhige Nebenstraßen sollten den Verkehr aufnehmen. Forgber kritisiert die Untätigkeit der Stadt: „Sie tut nichts. Keine der vorhandenen Straßen ist ausgebaut worden, keine neuen Zufahrtsstraßen sind entstanden. Ungerührt, tatenlos und sehenden Auges lassen Politiker und Verwaltung die neue gewaltige Verkehrslawine auf uns Pasinger zurollen.“ Mit dieser Befürchtung ist er nicht alleine. „Der Verkehr wird uns fertigmachen“, sagt Heinz Schirdewahn. Die Bürger forderten einen S-Bahn-Halt Berduxstraße und einen Tunnel unter der Bahntrasse hindurch zum Knie. Sollte dieser nicht möglich sein, müsse die Stadt eine Autobrücke prüfen, so Forgber. Die Bürgerversammlung stimmte mit überwältigender Mehrheit bei nur einer Gegenstimme zu.

Zum Tunnel gibt es bereits eine Machbarkeitsstudie der Stadt. Das Ergebnis: Er ist technisch möglich, aber zu teuer. Das bestehende Straßennetz sei zudem ausreichend, so die Verwaltung in einer Beschlussvorlage, über die der Stadtrat im April entscheidet. Ob ein S-Bahn-Halt möglich ist, prüft derzeit das bayerische Verkehrsministerium. Mit Ergebnissen rechnet Sprecherin Kathrin Fändrich nicht vor Ende des Jahres. A.Schwarzbauer

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