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Trennung auf Zeit: Warum ein Pasinger Nahversorger schließen muss und wie es weitergeht

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Von: Marie-Julie Hlawica

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„Alles muss raus“ - Pasinger Nahversorger „Ado‘s feine Kost“ muss schließen.
„Alles muss raus“ - Pasinger Nahversorger „Ado‘s feine Kost“ muss schließen. © Marie-Julie Hlawica

Abriss und Neubau: Der Pasinger Nahversorger „Ado’s feine Kost“ muss schließen - Wie es jetzt für das kleine Lebensmittelgeschäft weitergeht...

Pasing - Es kommt zwar nicht ganz aus heiterem Himmel, ist aber für die Anwohner rund um den Pasinger Stadtpark ein echtes Drama: Ihr einziger, fußläufig erreichbarer Nahversorger, Ado’s feine Kost, macht zu. Glück im Unglück für die Bürger: Es ist nur eine Trennung auf Zeit.

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Nahversorger „Ado‘s feine Kost“ muss schließen: Glück im Unglück für Viertelbewohner

Schon vor drei Jahren stand das kleine Lebensmittelgeschäft von Ado Glavic (39) an der Maria-Eich-Straße 66 auf der Kippe. Denn nachdem die Eigentümerin des Hauses vor fünf Jahren starb, kaufte es ein Bauträger. Jetzt stehen seine Pläne fest: Das Haus, in dem der Feinkosthändler seit über zehn Jahren frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Brot und Molkereiprodukte verkauft, wird abgerissen. An gleicher Stelle entstehen dort zwei neue Gebäude. Der Grund, warum das Geschäft am Mittwoch, 27. Juli, jetzt vorerst schließen muss.

Seit Glavic den Laden übernahm, hat er ihn immer weiter ausgebaut: Er beschäftigt acht Mitarbeiter, sein Geschäft gegenüber einem Backwaren-Café, Schreibwarenhandel und einer Apotheke macht den zentralen Treffpunkt im Pasinger Süden komplett, nicht nur für die älteren Viertelbewohner.

Lebensmittelgeschäft an der Maria-Eich-Straße: So geht es jetzt weiter

Auch viele Schüler der nahen Grund-, Mittel-, und Berufsfachschulen sowie zweier großer Gymnasien versorgen sich bisher bei dem Lebensmittelhändler. Die nächsten Geschäfte sind über einen Kilometer entfernt. Gerade den Älteren werde der Feinkostladen sehr fehlen, bestätigt Anwohnerin Monika Ermert. Mit mehreren Mitstreitern hatte sie schon vor drei Jahren vor einer Schließung gewarnt. Dass es nun so weit kommt, bedauere sie. Aber: „Ado kehrt ja zurück.“

Ado Glavic ist zuversichtlich, sein Geschäft 2024 wieder eröffnen zu können.
Ado Glavic ist zuversichtlich, sein Geschäft 2024 wieder eröffnen zu können. © Marie-Julie Hlawica

Denn Glavic ist zuversichtlich, sei sich mit den Bauherrn einig geworden: „Wir sind kurz vor einer Vertragsunterzeichnung, freuen uns, sagen zu können, dass wir unsere vielen Stammkunden ab 2024 in neuen Räumen, aber hier am gleichen Ort wieder begrüßen dürfen.“

Dass es zwei Jahre lang keine Zwischenlösung im Quartier gibt, bedauert der Ladeninhaber: „Wir wollten einen Container. Doch die städtischen Auflagen, etwa für Hygiene, sind zu hoch.“ Zudem gebe es wegen der Baustelle keinen geeigneten Standplatz.

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