Obermenzinger fordern professionelle Anlage am Schlosskanal

Kneippgänger auf dem Trockenen

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Andreas Bergmann (li.) und Klement Bezdeka fordern eine Kneipp-Anlage am Würmkanal.

Schuhe und Strümpfe aus und ab in den Schlosskanal: Wenn es nach Andreas Bergmann und Klement Bezdeka geht, soll Wassertreten in der Würm bald möglich sein. Die Viertelpolitiker fordern eine Kneipp-Anlage für Obermenzing. Warum sie das für eine gute Idee halten, wo die Anlage entstehen könnte, lesen Sie hier.

Neue Ideen rund um die Würm: Andreas Bergmann (55, Grüne) und Klement Bezdeka (37, FDP) kämpfen für eine Kneipp-Anlage am Pasing-Nymphenburg Kanal. Die beiden Mitglieder des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing (BA 21) möchten die Würm und ihren Kanal erlebbarer machen. „Viele Münchner wissen gar nichts von der Würm. Wir möchten, dass sich das ändert“, sagt Bezdeka. Der gebürtige Gräfelfinger erzählt: „Ich habe als Kind oft in der Würm gebadet. Vielleicht ist meine Liebe zu ihr deshalb so ausgeprägt.“

Eine Abfuhr lieferte den Anstoß zu der Initiative: Im vergangenen Jahr hatte der BA 21 prüfen lassen, ob ein Flussbad an der Würm in Obermenzing oder Pasing machbar wäre (Hallo berichtete). Das Urteil der Stadt und des Wasserwirtschafts­amts fiel jedoch negativ aus. Man müsse dafür die Würm aufstauen, was sowohl aus wasserwirtschaftlicher Sicht als auch aus Naturschutzgründen abzulehnen sei, so das Fazit der Behörden.

Jetzt kontern die Viertelpolitiker mit einer neuen Variante. „Eine Kneipp-Anlage ist kein großer Eingriff in die Natur“, sagt Bergmann und verweist auf bereits bestehende Anlagen in Allach und Aubing. Warum solle das im 21. Stadtbezirk nicht möglich sein, fragen die Antragsteller.

Als Standort empfehlen sie den Bereich beim einstigen „Nymphenbad“, nach dem dort auch eine Straße benannt ist. „Kurz vor dem Wehr ist kaum Strömung und der Kanal gut zugänglich“, betont Bergmann. Alternativ soll die Stadt aber auch noch andere Stellen zwischen der Paul-Gerhardt-Allee und der Grandlstraße auf ihre Eignung hin prüfen. Schließlich geht es den Initiatoren nicht nur um die Freude am Naturerlebnis. „Das Wassertreten nach Pfarrer Kneipp gilt als gesundheitsfördernd.“ ul

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