Abgase und Lärm

Niedrige Unterführung auf der Bodenseestraße sorgt für Abgasfrust

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Franz Trosch fordert eine baldige Erhöhung der Unterführung an der Bodenseestraße.

Westkreuzler fordern höhere Unterführung an der Bodenseestraße, um Lkw aus Wohnviertel zu halten

Statt an Auto­händlern und anderen Firmen vorbei leitet die Stadt Lastwagen auf einem Umweg mitten durch das Wohngebiet am Westkreuz. Grund ist die Unterführung an der Bodenseestraße. Dort können nur Fahrzeuge, die niedriger als 3,70 Meter sind, durchfahren. Die Folge: „Wenn ich aus der Haustüre hinausgehe, rieche ich sofort die Abgase. Das ist doch keine Wohnqualität“, beschwert sich Franz Trosch, der am Ravensburger Ring wohnt. 

Situation verschlimmerte sich vor kurzem

Nicht nur die Abgase, sondern auch der Lärm belasten die Bewohner am Westkreuz stark. Und seit kurzem hat sich die Situation noch verschlimmert: „Seit 40 Jahren hat man das den Westkreuzlern zugemutet und jetzt kommt auch noch der Baustellenverkehr nach Freiham dazu“, sagt Trosch. 

Er versteht nicht, dass nichts passiert, denn die Bodenseestraße ist der kürzeste Weg aus dem Osten zur A99 oder den Neuaubinger Unternehmen. Seit Jahren ist die Unterführung Thema auf den Bürgerversammlungen in Aubing. Doch jetzt reicht es Trosch. Er sagt: „Ganz München wird umgekrempelt und hier passiert nichts. Das ist eine Unverschämtheit.“ 

Bahn möchte Brücken erneuern

Immerhin: Die Bahn möchte beide Brücken erneuern und befindet sich darüber im Austausch mit dem Planungsreferat, denn eine Erhöhung der Unterführung müsste die Stadt finanzieren. Das Baureferat teilte mit, dass es gerade untersuchen lässt, ob eine mindestens 4,70 Meter hohe Unterführung mit breiteren Fahrspuren und getrennten Geh- und Radwegen machbar ist. Mit einem Baubeginn vor 2022 rechnet das Baureferat allerdings nicht. 

Das wiederum bringt Trosch auf die Palme: „Zu Metro und Obi in Neuaubing konnte man innerhalb von zwei bis drei Jahren eine Unterführung bauen, um die Gräfelfinger vom Durchgangsverkehr zu entlasten. In Pasing sorgt die Nordumfahrung für weniger Autos. Nur dem Westkreuz mutet man seit 40 Jahren Lärm und Abgase durch Schwertransporter zu. Wir werden massiv benachteiligt.“ Trosch fordert ein schnelleres Vorgehen. „Es ist mein Anliegen, da ein bisschen Tempo reinzubringen, damit nicht herumgebummelt wird. Sonst bekommen wir frühestens 2040 eine neue Unterführung.“ 

Andreas Schwarzbauer

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