So können die Bürger mitgestalten

Neuhauser hübscht Viertel auf

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Christian Vogel in der südlichen Klarastraße. Hier soll das Projekt „Urbanes NaturNetz“ starten.

Schluss mit tristen Häuserschluchten: Der Neuhauser Architekt Christian Vogel will mit dem Projekt „Urbanes NaturNetz“ vorhandene Grünflächen besser vernetzen und mehr Grün in Münchens Viertel bringen. Los geht’s in Zusammenarbeit mit dem Bezirksausschuss in der Klarastraße.

Das kennt jeder, der mit dem Radl oder zu Fuß in München unterwegs ist: Trotz aller Grünflächen und begrünter Straßen gibt es Lücken im Wegenetz – zubetonierte Abschnitte, riskante Querungen oder Strecken ohne Fuß- und Radweg. Diese Lücken will der Verein Urbanes Wohnen in Zusammenarbeit mit weiteren Initiativen und den betroffenen Bezirksausschüssen (BAs) schließen. „Es geht darum, das grüne Potential, das München zu bieten hat, schlüssig miteinander zu vernetzen“, sagt Projektleiter Christian Vogel (67). Der Clou dabei: Die Bürger sollen über ein städtisches Förderprogramm (siehe Kasten unten) an diesen Projekten aktiv beteiligt werden. Der BA Neuhausen-Nymphenburg hat jetzt als erstes Viertelgremium seine Mitwirkung zugesagt.

Konkret: Die südliche Klarastraße ist Teil der Radweg­achse von der Nymphenburger- über die Arnulfstraße zum Arnulfpark. In dem Straßenabschnitt fehlt – von wenigen Balkonblumen mal abgesehen – jede Form von natürlichem Grün. Deshalb haben bereits Bürger eine Begrünung beantragt: für Vogel ein Vorzeigebeispiel für das Projekt „Urbanes NaturNetz“. Mit der Zuschusszusage durch den BA und Mitteln aus dem Förderprogramm können Vogel und seine Mitstreiter nun mit der Erarbeitung von Vorschlägen starten. Diese umfassen sowohl konkrete Maßnahmen von der Baumpflanzung bis zur Fassadenbegrünung als auch geeignete Formen der Bürgerbeteiligung. „Spätestens bis zum zweiten Quartal möchten wir etwas vorweisen können“, kündigt Christian Vogel an.

Parallel ist er im Gespräch mit einigen anderen BAs, die teils noch im Februar über weitere Projekte entscheiden wollen. So hat der BA Maxvorstadt jetzt grünes Licht für eine Maßnahme in der Heßstraße gegeben.

Der Neuhauser Architekt hat mit dem Verein Urbanes Wohnen langjährige Erfahrungen in Sachen Grünvernetzung. Unter anderem hat Vogel das Projekt „Grüne Achse Schwabing“ mitgestaltet, das vor zehn Jahren realisiert wurde. Dort schlagen private und öffentliche Maßnahmen gemeinsam eine grüne Brücke vom Englischen Garten bis zum Olympiapark.
ul

Angebot für die Bürger
Das Förderprogramm „Bürgerinnen und Bürger gestalten ihre Stadt – Bürgerbeteiligung in den Stadtvierteln“ kann für die unterschiedlichsten Projekte genutzt werden. In den Richtlinien heißt es: „Damit sollen vor allem Vorhaben der Bürgermitwirkung gefördert werden, die – über die vorgegebenen gesetzlichen Verfahren hinaus – frühzeitig mit allen relevanten Akteuren vor Ort Vorschläge erarbeiten, Konflikte lösen, die Identifikation mit dem Stadtteil erhöhen und die örtliche Selbstorganisationsfähigkeit befördern sollen.“ Anträge können nicht nur die Bezirksausschüsse (BAs) stellen, sondern auch Initiativen und Institutionen. Voraussetzung ist aber, dass der jeweilige BA mit im Boot ist und mindestens 25 Prozent der Kosten aus seinem Budget übernimmt. Stadtweit stehen für dieses Programm 30 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Anträge sind an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung zu richten.

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