Genehmigung läuft Ende 2020 aus

Zukunft des Theaterzelts „Das Schloss“ ist ungewiss 

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Karin Greger vom Schloss-Zelt sieht den Bauarbeiten der Stadibau mit Skepsis entgegen.

Neuhausen - Wo einst das Olympische Mediendorf entstehen sollte, wird nun neuer Wohnraum geschaffen. Zeitgleich bangt ein Nachbar um seine Existenz. 

Die Genehmigung für das Theaterzelt „Das Schloss“ an der Schwere-Reiter-Straße 15 läuft bis Ende 2020. Ob und wie es für die 2002 eröffnete Kulturstätte danach weitergeht, weiß die Betreiberin Karin Greger (60) nicht. „Das ist Sache der Stadt“, sagt sie mit Hinweis auf den geplanten Bebauungsplan für das ursprünglich vorgesehene Olympia-Mediendorf.

Das Wohnungsbauprojekt der Stadibau auf der gegenüberliegenden Seite der Schwere-Reiter-Straße wirft seine Schatten jedenfalls schon jetzt voraus. 35 von 58 Parkplätzen des Kulturbetriebs lagen bisher dort auf einem Grundstück des Freistaats und wurden zum Jahreswechsel gekündigt. 

Aktuell hat „Das Schloss“ nur noch 27 eigene Parkplätze und muss die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen von bisher maximal 550 auf etwa 350 reduzieren. Das sieht Greger aber locker: „550 Leute bringen wir eh’ nicht unter. Schön wären aber rund 400.“ Dazu müssten noch sechs weitere Parkplätze ausgewiesen werden, worüber aktuell mit der Stadt verhandelt wird. 

Problem Nummer zwei für die Betreiberin: Bisher lag auch der Kanalanschluss der Einrichtung auf dem Nachbargrund und wurde jetzt kurzfristig gekündigt. „Sobald das Wetter es erlaubt, müssen wir einen neuen Kanal bauen.“

„Wenn die Häuser recht nah sein werden, ist Ärger programmiert“

Was Karin Greger jedoch am meisten beschäftigt, ist die Frage, wie dicht die Wohnbebauung gegenüber an „Das Schloss“ heranrücken wird. „Wenn die Häuser recht nah sein werden, ist Ärger programmiert“, sagt sie und hofft, dass die Stadibau bald über Details informieren wird.

ul

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