Unterführung dicht

Schulweg durchs Baustellen-Chaos

Für Grundschüler wie Valentina, Ben, Moritz und Maxi führt der Schulweg in die Maria-Ward-Straße jetzt quer durch die Großbaustelle.
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Für Grundschüler wie Valentina, Ben, Moritz und Maxi führt der Schulweg in die Maria-Ward-Straße jetzt quer durch die Großbaustelle.

Nymphenburg: Seit einige Zugänge der Kreuzung Menzinger Straße/Wintrichring gesperrt sind, bangen Eltern um ihre Schulkinder. Ein Hilferuf:

Gefährlich findet Stephanie Normann, die Vorsitzende des Elternbeirats der Grundschule an der Maria-Ward-Straße, die Kreuzung Menzinger Straße/Wintrichring schon immer. „Doch jetzt ist die Gefahr für unsere Kinder so groß wie noch nie“, schlägt sie Alarm. Der Grund: Mehrere Abgänge der dortigen Unterführung wurden inzwischen gesperrt und oberirdisch durch provisorische, ampelgeregelte Fußgängerübergänge ersetzt. Dort drängen morgens nun hunderte Schüler in die insgesamt drei Schulen an der Maria-Ward-Straße – quer durchs Baustellen-Chaos. „Für unsere Kinder ist das echt gefährlich“, sagt Marlies Lindauer, Leiterin der Grundschule. Sie sucht nun dringend Schulweghelfer, die die Jüngsten morgens sicher durch die Großbaustelle lotsen (s. unten).

Geschlossene Unterführung kam überraschend

Zwar wurde die Schule vorher über den insgesamt zweijährigen Kreuzungsumbau (Hallo berichtete) informiert. „Dass die aber gleich zuerst die Unterführung dichtmachen, kam völlig überraschend“, sagt Thomas Neuberger, Mitglied im Elternbeirat und im Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg. „Wir hatten keine Zeit, vorher einen Schulweghelfer zu suchen“, so die Rektorin.

Für eine erste Nothilfe sorgte die Stadt. „In den Tagen nach den Osterferien haben Mitarbeiter des Baureferats und der Baufirmen vor Ort in den Morgen- und Mittagsstunden übergangsweise und unterstützend als ‚quasi Schulweghelfer‘ agiert“, sagt Monika Großkopf, Sprecherin des Baureferats. Eine Dauerlösung ist das aber nicht. Ebensowenig wie Neubergers Angebot, bis zu den Pfingstferien einzuspringen, falls sich nicht umgehend ein Schulweghelfer findet. Für Mütter wie Marion Gridl eine unerträgliche Situation: „Ich mache mir jeden Tag Sorgen, dass etwas passiert.“ul

Die MVG reagiert

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) reagiert durch Fahrzeit-Verlängerungen bei den Buslinien 51, 151 und 143 auf die täglichen Staus an der Baustelle Menzinger Straße/Wintrichring: Die Linie 51 fährt in Moosach und die Linie 151 am Westfriedhof vier Minuten früher ab, ab Romanplatz gelten wieder die normalen Zeiten. Die Linie 143 fährt am Olympia-Einkaufszentrum vier Minuten früher ab und hat ab Amalienburgstraße wieder die fahrplanmäßige Zeit. „Dass das nicht immer ausreicht, liegt in der Natur der Sache. Aber der Betrieb sollte so stabiler laufen als ohne die Änderungen“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. Bei den Linien 143 und 151 ist zudem ein zusätzliches Fahrzeug im Einsatz. Ab 14. Mai wird auch auf der Linie 51 ein Zusatzfahrzeug eingesetzt, „um Verspätungen durch noch längere Wendezeiten zu reduzieren“, so Korte.

Kontakt für Helfer

Die Maria-Ward-Grundschule sucht Schulweghelfer für die Zeit von 7.30 bis 8 Uhr. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich und wird mit einer Aufwandsentschädigung vergütet. Wer Interesse hat, kann sich beim Kreisverwaltungsreferat unter Telefon 23 33 96 66 oder per E-Mail unter marlies.hehmann@muenchen.de melden.

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