„Ganz zufrieden sind wir noch nicht“

Radl-Pilotroute: Etappensiege, Problemstellen und der „Flaschenhals“

Nikolai Lipkowitsch (vorne) freut sich über die geplanten Verbesserungen an der Waisenhausstraße.
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Nikolai Lipkowitsch (vorne) freut sich über die geplanten Verbesserungen an der Waisenhausstraße.

Nymphenburg - „Ein paar Etappensiege sind gemacht“: Wo es bei der Fahrradstraßen-Pilotroute noch hakt und welche Ideen im Gespräch sind - Hallo hat nachgehakt

Die Fahrradstraßen-Pilotroute von Nymphenburg bis zum Petuelring macht Fortschritte. Für den Abschnitt zwischen der Menzinger und der Dachauer Straße hat die Stadt jetzt einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der zumindest einige Forderungen des Bezirksausschusses (BA) Neuhausen-Nymphenburg erfüllt. „Ein paar Etappensiege sind gemacht. Aber ganz zufrieden bin ich noch nicht“, sagt Grünen-Sprecher Nikolai Lipkowitsch (57). So kämpft der BA weiter um eine Verbreiterung und bauliche Trennung des Fuß- und Radwegs an der Canalettostraße. Dazu beraumt das Gremium jetzt einen Ortstermin mit Verwaltungsvertretern an.

„Das ist der Flaschenhals auf der ganzen Route“, beschreibt Lipkowitsch den problematischen Abschnitt entlang des Nymphenburg-Biedersteiner Kanals, vor allem im Bereich der dortigen Kleingartenanlage. „Als Fußgänger hat man da echt das Nachsehen. Es wird als reiner Radweg wahrgenommen“, erklärt der Physiker aus Gern. Dabei könnte man den Weg seiner Meinung nach „zumindest auf weiten Teilen verbreitern“. Dafür würde der Grünen-Sprecher sogar „einige wenige Bäume opfern, wenn man sie an anderer Stelle nachpflanzt“. Mit „einigen wenigen“ Bäumen wäre es laut Stadt aber nicht getan. In einer Stellungnahme an den BA ist von 75 Stück die Rede. Lipkowitsch kann das nicht nachvollziehen. „Es geht also weiter“, sagt er.

Zumal sich der BA an anderen Stellen mit Hartnäckigkeit durchsetzen konnte: Die Querung für Radfahrer und Fußgänger über die Waisenhausstraße wird entschärft, Radweg und Zebrastreifen baulich getrennt und die Radfahrer bekommen Vorfahrt vor dem motorisierten Verkehr. Vorrang für Radler gilt dann auch an der Kreuzung der Nederlinger Straße mit der Fahrradstraße Kuglmüller- und Canalettostraße. Der Radweg wird auf der Fahrbahn rot markiert und – wie der Knoten Waisenhausstraße – beschildert.

Diese und weitere Maßnahmen auf der Radl-Pilotroute sollen nach Auskunft von Johannes Mayer, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, im Lauf des kommenden Jahres sukzessiv umgesetzt werden. Ein Jahr lang will die Stadt dann Erfahrungen sammeln und „bei Bedarf nachbessern“. Bewährt sich die Vorfahrt für Radler, wird diese auch andernorts eingeführt. ul

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