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Präzedenzfall für München

Jetzt geht’s um die Gartenstadt

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Kleinere Einfamilienhäuser mit Garten werden von Apartmentblocks ersetzt, wie auch Beispiele aus Obermenzing zeigen.

Präzedenzfall für München: Stadtrat beschließt Veränderungssperre für Nymphenburger Viertel – Ziel ist der Erhalt der Gartenstadt.

Nymphenburg – Münchens erster Gartenstadt-Bebauungsplan wurde jetzt vom Stadtrat für das Geviert an der Zuccali-, Brunhilden- und Richildenstraße beschlossen. Planungsziele sind laut Ingo Trömer, Sprecher des Planungsreferats, vor allem „die Sicherung der bestehenden städtebaulichen Struktur“ sowie der Erhalt von zusammenhängenden, nicht unterbauten privaten Freiflächen inklusive Schutz von Einzelbäumen und Gehölzgruppen. Damit kein Bauprojekt diese Ziele vor Abschluss des Bebauungsplanverfahrens gefährdet, wurde zudem eine Veränderungssperre erlassen.

Mittel der Veränderungssperre soll zum Schutz der Gartenstädte künftig häufiger angewendet werden

Auslöser war ein Bauantrag für zwei Mehrfamilienhäuser im rückwärtigen Bereich südlich der Zuccalistraße 31. Damit würde neues Baurecht geschaffen und der Gartenstadtcharakter des Viertels am Schlosspark infrage gestellt: Laut Trömer ergab sich daraus ein „besonderer Handlungsbedarf“. Auf Hallo-Anfrage kündigt er jedoch an, dass das Mittel der Veränderungssperre zum Schutz der Gartenstädte künftig häufiger angewendet werden soll: „Immer dort, wo das Instrument der Rahmenplanung an seine Grenzen stößt, beispielsweise durch Bauvorhaben, die den Zielen des Erhalts der Gartenstadt widersprechen“, erklärt er.

Ähnliche Fälle dürften nicht lange auf sich warten lassen. Unter anderem wehren sich schon jetzt viele Bürger in Obermenzing, Laim und Harlaching gegen eine massive Nachverdichtung. Auch in weiteren Quartieren Nymphenburgs fordern Anwohner den Schutz ihres grünen Viertels.

Aktuell: An der Ecke Frickastraße/Hirschgartenallee, wo derzeit noch drei Häuser stehen, will eine Immobilien-Gruppe einen L-förmigen Gebäuderiegel mit 34 Wohnungen und Tiefgarage bauen. „Das fügt sich einfach nicht ein“, sagt Anwohner Josef Guggenbichler. Der Bauantrag wird derzeit von der Stadt geprüft. Der Bezirksausschuss lehnt ihn allerdings ab – wie bereits vorige Entwürfe, teils mit noch mehr Bauvolumen. „Grundsätzlich ist Wohnungsbau dort nicht verkehrt. Man wünscht sich an dieser Stelle nur eine sensiblere Lösung“, betont Viertel-Chefin Anna Hanusch (Grüne). Den Gartenstadt-Bebauungsplan begrüßt sie sehr. „Wenn dieser Weg funktioniert, hoffe ich, dass man das auch auf andere Gebiete anwenden kann.“ ul

Rund um die Gartenstadt, gab es in den letzten Jahren bereits zahlreiche Streitfälle. Private Neubauprojekte scheitertet bisher häufig an der „Rahmenplanung Gartenstadt“. Einige Bewohner beschwerten sich: „Die Stadt vernichtet Gärten, anstatt dass sie diese erhält!“

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