Kunst am Bau: Idee eines Wettbewerbs mit Bürgerbeteiligung durchgesetzt

Noch ein Jahr warten auf den Trafo

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Wegen eines Wasserschadens verzögert sich die Fertigstellung des Neuhauser Trafos erneut.

Neuhausen – Der Streit um das ewige Sorgenkind „Kunst am Bau“ ist vorerst beigelegt – Doch: Wegen eines Wasserschadens verschiebt sich die Eröffnung des Neuhauser Trafos erneut

Gute und schlechte Neuigkeiten zum Neuhauser Trafo: Der Streit um die Kunst am Bau für das Kulturbürgerzentrum (Hallo berichtete) ist beigelegt. Allerdings steht nun fest, dass sich die Eröffnung erneut nach hinten verschiebt – voraussichtlich von Juli bis November nächsten Jahres.

Ursache für die Verzögerung ist nach Auskunft von Michael Schmitt, Sprecher der für die Baubetreuung zuständigen GWG München, „im Wesentlichen ein ungeplanter Wassereintritt aufgrund von Starkregen während der Bauphase“. Deshalb hätten Teilbereiche unter anderem im Untergeschoss des Bürgersaals zurückgebaut werden müssen. „Diese Verzögerung ist nicht mehr aufholbar, um den geplanten Termin im Februar zu halten“, so Schmitt. Jetzt sei geplant, die Kindertagesstätte, die 15 Sozialwohnungen und den Bürgersaal mit Nebenräumen im Frühjahr an die Nutzer zu übergeben.

Für die Vereinsvorsitzende Ingeborg Staudenmeyer steht fest: Es gilt, einen Wettbewerb auszuschreiben, bei dem örtliche Künstler Entwürfe für ein Trafo-Kunstwerk liefern sollen.

Jennifer Becker, Sprecherin des Kulturreferats, geht derzeit davon aus, dass der Verein für Stadtteilkultur Neuhausen-Nymphenburg als Träger des Kulturbürgerzentrums im Mai einziehen kann. „Dann dauert es ja erfahrungsgemäß noch eine Weile, bis alles läuft und in Betrieb genommen ist. Man muss sich erstmal mit allem vertraut machen und sehen, was die neuen Räume alles können“, erklärt Becker, warum erst in einem Jahr Eröffnung gefeiert werden könne. „Der Kulturverein kann ja trotzdem schon mit der inhaltlichen Arbeit beginnen und alles vorbereiten.“ Laut Becker könnten vorher schon „Testläufe mit kleinen Formaten starten“.

Die nächste Aufgabe der Vereinsvorsitzenden Ingeborg Staudenmeyer steht auch schon fest: Es gilt, einen Wettbewerb auszuschreiben, bei dem örtliche Künstler Entwürfe für ein Trafo-Kunstwerk liefern sollen. An der Sieger-Auswahl sollen sich dann auch die Bürger des Stadtbezirks beteiligen (Hallo berichtete). Dieser Vorschlag des Stadtteilkulturvereins wurde mittlerweile sowohl vom Kulturreferat als auch vom Bezirksausschuss (BA) Neuhausen-Nymphenburg übernommen. Wobei der BA an weiteren Entscheidungsprozessen beteiligt werden möchte. Unterstützung bekommt der Verein vom Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern (BBK). Er soll den Verein von der Konzeption bis zur Umsetzung beraten und begleiten. Das erste Treffen hat bereits stattgefunden. Staudenmeyer sagt: „Wir sind mit dieser Lösung zufrieden.“

Ursula Löschau

Bürgerinformation

Der zweite Bauabschnitt des Neuhauser Trafos steht bei der Bürgerversammlung für Neuhausen-Nymphenburg am Donnerstag, 29. November, auf der Themenliste von Viertel-Chefin Anna Hanusch (Grüne). Beginn ist um 19 Uhr in der Turnhalle des Adolf-Weber-Gymnasiums an der Kapschstraße 5.

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