Mehr Sheriffs im Viertel unterwegs

Neuhauser Polizei erweitert Sicherheitswacht auf zehn Ehrenamtliche

Peter Rickheit, Christoph Renner und Johann Scherer (v. li.) von der ehrenamtlichen Sicherheitswacht
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Peter Rickheit, Christoph Renner und Johann Scherer (v. li.) von der ehrenamtlichen Sicherheitswacht

Neuhausen: Bürger wie Peter Rickheit, Christoph Renner und Johann Scherer (v. li.) sind seit knapp einem Jahr bei der Sicherheitswacht ehrenamtlich aktiv, um ihren Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg noch sicherer zu machen.

Der Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg soll noch sicherer werden. Dazu wurde die Sicherheitswacht jetzt von sechs auf zehn Mitglieder aufgestockt. Das Modell, zusätzlich zur Polizei engagierte Bürger als Ansprechpartner im Viertel anzubieten, funktioniert nach den bisherigen Erfahrungen der Polizeiinspektion Neuhausen (PI 42). „Wir haben bislang weder von Bürgern noch von den eigenen Kollegen irgendwelche Beschwerden gehört. Ganz im Gegenteil. Die Resonanz ist insgesamt positiv“, sagt der stellvertretende PI-Chef Johann Zinkl.

Gestartet ist die Sicherheitswacht in Neuhausen im September 2016. Auf Wunsch des örtlichen Bezirksausschusses (BA) wurde zunächst ein Probejahr vereinbart (Hallo berichtete). Dass das Team an Ehrenamtlichen vorab schon erweitert wurde, geht laut Zinkl auf eine Kampagne des Polizeipräsidiums München zurück. Darauf hätten sich zahlreiche Interessenten gemeldet, von denen vier der PI 42 zugeteilt worden seien.

Die nun zehn ehrenamtlichen Kräfte im Alter zwischen 28 und 58 Jahren sind pro Woche im Schnitt jeweils vier bis sechs Stunden unterwegs. Die sieben Männer und drei Frauen schwärmen in der Regel zu zweit aus und suchen an belebten Orten wie dem Rotkreuzplatz, dem Romanplatz, dem Leonrodplatz, dem Hirschgarten und der Donnersbergerbrücke sowie bei Anlässen wie derzeit der Stadtteilwoche das Gespräch mit den Bürgern. Außerdem gehen sie nach Rücksprache mit der Neuhauser Polizei verschiedenen Beschwerden nach. „Ein Beispiel sind aggressive Bettler und Musiker am Rotkreuzplatz, oder Leute, die auf Plätzen und in Parks Alkohol konsumieren“, sagt Zinkl. Das schauen sich die Mitglieder der Sicherheitswacht an und reden mit den Leuten. „Allein durch ihre Anwesenheit und das Ansprechen können sie die Polizei so schon im Vorfeld entlasten“, sagt er und hofft, dass die Sicherheitswacht im Inspektionsbereich fortgeführt wird. „Weil sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt“, so Johann Zinkl.

Wie der BA das sieht, wird sich nach Auskunft von Viertelchefin Anna Hanusch (Grüne) erst noch zeigen. Sie ermutigt derzeit die Mitglieder des Gremiums, sich in Gesprächen mit Bürgern und den zehn Ehrenamtlichen selbst einen Überblick über deren Tätigkeit zu verschaffen. „Bisher sind bei mir oder bei anderen BA-Mitgliedern jedenfalls noch keine Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen“, sagt sie. Nach Ablauf des Probejahrs soll das Thema dann im Oktober auf der Tagesordnung des BA stehen. ul

92 Stadt-Sheriffs

Unabhängig von der Sicherheitswacht will die Stadt kommunale Ordnungshüter auf Patrouille schicken. In einer Stadtratsvorlage für Juli ist von 92 Stadt-Sheriffs die Rede. Deren Einsatzgebiet soll das Areal zwischen Altem Botanischen Garten, Hauptbahnhof, Sendlinger Tor und Stachus umfassen. Sie sollen unter anderem das dortige Alkohol- und Bettelverbot kontrollieren und sich um lärmende Feiernde kümmern.

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