Was wird 2019 neu in den Vierteln?

Neuhausen-Nymphenburg: Die große Jahresvorschau der Viertel-Chefs – Teil 1

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2019 soll der Trafo nach über sechs Jahren Bauzeit fertig werden. Teil des Projekts sind 15 Sozialwohnungen und eine Kinderkrippe.

Neuhausen/Nymphenburg – Im neuen Jahr tut sich einiges im Stadtbezirk: Der Neuhauser Trafo und das Flexi-Heim fertiggestellt – die Pläne für das Paketposthallen-Areal konkretisiert werden

Endlich: Im Trafo gehen die Lichter an

Mehrere Anwoh­nerklagen, Knochenfunde, Bau­stopps, Pannen: Planung und Bau des zweiten Teils des Kultur- und Bürgerzentrums Neuhauser Trafo schleppten sich über viele Jahre hin (Hallo berichtete). Doch 2019 soll das neue Stadtteilzentrum endlich fertig werden. Jennifer Becker, Sprecherin des Kulturreferats, geht davon aus, „dass wir den Anbau im Sommer übergeben bekommen und dass der Trägerverein das öffentliche Programm im Herbst/Winter starten kann“.

Die Vorsitzende des Bezirks­ausschusses (BA) Neuhausen-Nym­phenburg, Anna Hanusch (Grüne).

Die Vorsitzende des Bezirks­ausschusses (BA) Neuhausen-Nym­phenburg, Anna Hanusch (Grüne), ist nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre etwas vorsichtiger: „Mein Traum wäre, dass der Trafo 2019 noch eröffnet wird. Aber wetten würde ich bei diesem Bauprojekt auf nichts mehr.“ Für die monatlichen Sitzungen des Gremiums in diesem Jahr wurden sicherheitshalber andere Sitzungsorte reserviert (nächster Termin: Dienstag, 22. Januar, 19.30 Uhr, Hirschgarten).

Die Vorbereitungen für ein „Kunst am Bau“-Projekt am Trafo laufen gerade an. Der Stadtteilkulturverein Neuhausen-Nymphenburg entwickelt laut Becker mit dem Berufsverband Bildender Künstler und mit Unterstützung durch den BA ein „partizipatives Verfahren“. Geplant ist ein Künstlerwettbewerb, über dessen Ergebnis die Bürger mit­entscheiden sollen. Der Wettbewerb soll aber erst nach Eröffnung des Trafo ausgeschrieben werden, da sich das Kunstwerk auf die Nutzung der Räume beziehen soll.

Ursula Löschau

ASZ Nymphenburg bietet Zusatzräume fürs Viertel

Auf der Fläche an der Arnulfstraße 294 soll künftig ein neues Alten-Service-Zentrum (ASZ) entstehen.

Zur Zeit ist an der Arnulfstraße 294 ein Baustellenlager eingerichtet, doch bald soll auf der Fläche ein Alten- und Service-Zentrum (ASZ) für Nymphenburg entstehen. Der Projektauftrag soll dem Stadtrat in der zweiten Jahreshälfte vorgelegt werden. „Der Baubeginn ist frühestens Ende 2019“, so ein Sprecher des Sozialreferats. Positiv: Entgegen erster Pläne soll das Gebäude voll unterkellert werden. Vor allem diese Räume stehen dann laut Referat „für eine Öffnung der Einrichtung in den Stadtteil für bürgerschaftliche und kulturelle Nutzungen zur Verfügung“. Die Stadt erfüllt damit eine Forderung des BA. Viertel-Chefin Anna Hanusch: „Sie haben sich etwas überlegt. Lange genug hat’s gedauert.“

Infoabend zu den Postareal-Plänen

Im Sommer hat die Büschl-Unternehmensgruppe das Paketposthallen-Areal erworben.

Die Büschl-Unternehmensgruppe lädt am Dienstag, 15. Januar, zu einem Informationsabend über die Entwicklung des Paketposthallen-Areals ins Backstage, Reitknechtstraße 6, ein. Beginn ist um 19 Uhr. Die Büschl-Gruppe hat das Areal des jetzigen Briefzentrums samt der denkmalgeschützten Halle im Sommer erworben (Hallo berichtete) und kündigt an: „Ein innovatives Stadtquartier der Zukunft soll auf dem Gelände an der Friedenheimer Brücke entstehen!“ Beim Infoabend wollen sich der Bauherr und die Architekten, das Büro Herzog & de Meuron aus Basel, das unter anderem die Allianzarena und die Fünf Höfe geplant hat, vorstellen, Anregungen diskutieren und die nächsten Schritte erläutern.

Flexi-Heim soll fertig werden

Ab Herbst 2019 sollen die ersten anerkannten Flüchtlinge und wohnungslosen Familien das Flexiheim an der Wotanstraße 88 beziehen.

Das sogenannte Flexi-Heim an der Wotanstraße 88 soll laut Viertel-Chefin Hanusch im Herbst fertig werden. Es entstehen 250 Plätze in 49 Appartments für Haushalte zwischen zwei und acht Personen (Wohnungslose und anerkannte Flüchtlinge). Zudem gibt es Gemeinschaftsräume.

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