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Jungbürgergespräch des Bezirksausschusses

Neuhausen: Was die jungen Bürger wollen

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Nachts wartet Christine F. auf der Donnersbergerbrücke vergeblich auf einen Bus.

Neuhauserin (25) fordert bei der Jungbürgergespräch des Bezirksausschusses ein dichteres Nachtbusnetz und mehr Licht für „Angst-Räume“ im Viertel.

Neuhausen – Wenn Christine F. besonders am Wochenende gerne etwas länger mit Freunden feiert, steht die 25-Jährige immer wieder vor demselben Problem: „Von der Donnersbergerbrücke zum Rotkreuzplatz zu kommen, ist nachts schwierig. Weil kein Bus mehr fährt, und der Fußweg zur Arnulfstraße ist dunkel und unangenehm“, sagt sie.

Jetzt fordert die junge Neuhauserin Abhilfe

Geärgert hat sich die Neuhauserin darüber schon oft. Jetzt hat sie die Gelegenheit ergriffen, die Probleme zu schildern und Abhilfe zu fordern. Den Anstoß bot das erste Jungbürgergespräch des Bezirksausschusses (BA) Neuhausen-Nymphenburg auf dem Rotkreuzplatz.

Der Fußweg unter der Brücke ist schlecht beleuchtet.

„Viele sagen immer, dass man alleine nichts bewegen kann. Aber man sollte es zumindest versuchen“, betont die 25-Jährige und hat dem BA gleich mehrere Forderungen mitgegeben: Neben einer Nachtbuslinie, die auch den Umsteigepunkt Donnersbergerbrücke anfahren soll, beantragt sie eine bessere Beleuchtung für mehrere Stellen im Stadtteil: unter der Donnersbergerbrücke, in den Unterführungen Landshuter Allee/Schlörstraße und Maria-Ward-/Menzinger Straße sowie im Hirschgarten und in der Grünanlage zwischen Renata- und Sedlmayrstraße. Für die junge Frau sind das Beispiele für „Angst-Räume“.

Und: Das sind längst nicht alle Problembereiche im Viertel, die junge Leute stören. Rund 50 Personen nutzten das Jungbürgergespräch, um auf Missstände hinzuweisen und Wünsche zu äußern. Die einzelnen Punkte werden nun in den jeweiligen Unterausschüssen des BA behandelt und gegebenenfalls mit entsprechenden Empfehlungen an die Stadt weitergegeben. Der BA-Jugendbeauftragte Nima Lirawi (CSU) ist mit der Resonanz jedenfalls sehr zufrieden. Er will die Jungbürgergespräche fortsetzen. ul

Weitere Forderungen: Wasserspender, bunte Bänke

Nach dem ersten Jungbürgergespräch hat der BA eine lange Hausaufgabenliste abzuarbeiten. Darauf steht unter anderem eine „Ertüchtigung des Fußballplatzes und der Skaterbahn im Hirschgarten“. Für den Grünwald beantragen junge Mütter bessere Spielgeräte. Mehrere junge Leute wünschen sich Trinkwasserspender fürs Viertel, unter anderem im Hirschgarten und in Neuhausen. Und als „Zeichen für eine tolerante Gesellschaft“ sollen die Sitzbänke im öffentlichen Raum bunt bemalt werden. Radfahrer bemängeln, dass man in der Leonrodstraße auf den Trambahngleisen leicht ins Rutschen kommen kann, und fordern eine „fahrradtaugliche“ Lösung.

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