Hier tobt bald das Leben

Wotanstraße 8: Ins Flexi-Heim ziehen die ersten Familien ein

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2015 hat die Stadt das Haus an der Wotanstraße 88 zunächst als Flüchtlingsunterkunft angemietet, diese Nutzung aber wieder verworfen. 2017 fiel die Entscheidung, das Gebäude zum Flexi-Heim für Wohnungslose umzubauen.

Für wohnungslose Familien gibt es jetzt ein Dach über dem Kopf plus Hilfe bei der Integration und Wohnungssuche: Das Flexi-Heim mit 250 Plätzen wird ab Monatsende belegt. 

Nymphenburg – In das ehemalige Bürogebäude an der Wotanstraße 88 zieht nach jahrelangem Leerstand und einem rund zehn Millionen Euro teuren Umbau neues Leben ein: Ende des Monats beziehen die ersten Familien aus dem sogenannten Sofortunterbringungssystem der Stadt die 49 Apartments. 

Bis Jahresende sollen die 250 Plätze des neuen Flexi-Heims belegt sein. Vorab können sich die Anwohner am Mittwoch, 16. Oktober, in der Einrichtung für akut wohnungslose Haushalte umschauen.

Diese Nutzung ist längerfristig angelegt. Die Stadt hat das Gebäude dafür bis 2045 gemietet (Hallo berichtete). „Der Bedarf an Unterbringungsplätzen für Wohnungslose ist in der Landeshauptstadt München aufgrund der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt seit Jahren unverändert hoch. Dies wird sich nach derzeitigem Sachstand bis auf Weiteres auch nicht wesentlich ändern“, heißt es in der Einladung an die Nachbarn, die dieser Tage im Viertel verteilt wird.

Endlich! Mit dem Tag der offenen Tür für die Nachbarschaft am Mittwoch, 16. Oktober, haben der jahrelange Leerstand und ein zehn Millionen Euro teurer Umbau ein Ende.

An der Wotanstraße sollen ausschließlich Familien untergebracht werden. Zeitlich befristet und intensiv betreut – mit dem Ziel, die Menschen in eigene Wohnungen zu vermitteln. Betrieben wird die Einrichtung von städtischen Mitarbeitern des Amtes für Wohnen und Migration. Die sozialpädagogische Betreuung übernimmt der Katholische Männerfürsorgeverein. 

Das Team der Sozialbetreuung aus Sozialpädagogen und Erziehern ist jeweils montags bis freitags tagsüber vor Ort. Ein Hausmeister- und Sicherheitsdienst ist täglich von 7.30 bis 24 Uhr besetzt. 

Die Apartments verfügen jeweils über eine eigene Küche. Aufenthaltsflächen gibt es im Außenbereich und im Erdgeschoss. Dort wird zudem ein Veranstaltungsraum eingerichtet, der auch vom Bezirksausschuss und der Nachbarschaft mitgenutzt werden kann und Begegnungen ermöglichen soll. 

„Darauf bin ich schon sehr gespannt“, sagt Viertel-Chefin Anna Hanusch (Grüne). Sie freut sich, dass das Flexi-Heim jetzt bezogen wird. „Es ist wahnsinnig wichtig, Wohnraum für diese Zielgruppe zu schaffen. Und das ist ein sehr gut erschlossener Standort in unserem Viertel.“ Sie ärgert sich nur, „dass es so lange gedauert hat, bis das Haus bezugsfertig ist“.

Ursula Löschau

Der Tag der offenen Tür am 16. Oktober dauert von 16 bis 19 Uhr. Bei Fragen oder Anliegen können sich Bürger per E-Mail an info-objektplanung.soz@muenchen.de an die Stadt wenden.

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