Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen

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Behinderungen und Bauarbeiten auf der Ubostraße

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Wirtshaussterben geht weiter

Kein Personal: Florierende Traditionsgaststätte muss schließen

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Für das Wirtepaar Hermann und Rosi Kühl ist Mitte September im „Kurgarten“ Schluss. Wie es mit dem Wirtshaus weitergehen wird, kann die Augustiner Brauerei im Moment noch nicht sagen.

Eine schwere Entscheidung: Hermann und Rosi Kühl sehen keine andere Möglichkeit, als ihr Traditionslokal in Nymphenburg zu schließen. Gaststätten-Experte schlägt Alarm.

Nymphenburg – Eine schlechte Nachricht macht in Nymphenburg die Runde: Das Traditionslokal „Kurgarten“ wird zum 16. September schließen. Der Grund: Personalmangel. Vor allem fehlen zwei Köche. 

„Ich halte mich mit Aushilfen über Wasser, arbeite seit Monaten 90 bis 100 Stunden pro Woche“, sagt Wirt Hermann Kühl, der sich seit 15 Jahren in unmittelbarer Nähe zum großen Hirschgarten erfolgreich behauptet. „Die Umsätze sind gut. Aber ich habe Qualitätsansprüche, unter die ich nicht gehen kann und will. Wenn ich dafür keine Leute mehr finde, höre ich lieber auf“, begründet der 61-Jährige das Aus.

Dabei haben er und seine Frau Rosi Kühl (47) für ihr Lokal mit rund 300 Sitzplätzen drinnen und draußen über Inserate und Leihfirmen lange nach Fachkräften gesucht. „Einige haben angerufen, sind aber erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch gekommen“, berichtet die Wirtin. „Die Köche wollen möglichst nur Frühdienst machen und Samstag, Sonntag frei haben“, sagt er mit resigniertem Unterton. 

Seine Befürchtung: „Die Systemgastronomie ist immer mehr auf dem Vormarsch, während Betriebe wie unsere verschwinden.“

Christian Schottenhamel, Chef des Hotel- und Gaststättenverbands in München, bestätigt das: „Der Fachkräftemangel ist enorm und einer der Gründe dafür, dass Betriebe schließen. Betroffen sind vor allem die individuellen Gaststätten, die auf den Wirt und seine Küche zugeschnitten sind.“ 

Dabei gehe es der Branche „insgesamt gut“. Sprich: Der Personalbedarf steigt, aber es kommen kaum noch qualifizierte Mitarbeiter nach. „Dann ist es besonders schade, wenn Traditionsbetriebe schließen müssen. Sie spielen ja auch eine wichtige soziokulturelle Rolle in den Vierteln“, so der Branchenexperte.

Ursula Löschau

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Auch in diesen Gasthäusern stehen Wechsel an

Der „Kurgarten“ an der De-la-Paz-Straße 10 ist nicht das einzige Münchner Wirtshaus, in dem sich in absehbarer Zeit einiges ändern wird: Im „Gasthof Feringasee“ wird zum Jahreswechsel eine Familientradition zu Ende gehen. Die Faltermaiers hören nach 38 Jahren auf. 

Es liege weder am Umsatz noch am Personal. Die Gründe seien eher privat, sagt Franz Faltermaier (34). „Wir möchten uns weiterentwickeln“, so der Gastronom, der das Lokal mit Biergarten mit rund 1200 Plätzen zusammen mit seinem Bruder betreibt. Was danach kommt, sei noch nicht bekannt. 

Ungewiss ist auch die Zukunft vom „Wirtshaus in Sendling“. Chefin Christa Schuler sagt auf Hallo-Anfrage, dass sie nach über 20 Jahren dort allmählich an die Rente denken würde. Wann genau Schluss sein wird, sei aber noch offen.

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