Paketposthalle: BA stimmt 155-Meter-Türmen zu – stellt aber weitere Forderungen

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Behinderungen und Bauarbeiten auf der Ubostraße

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Polizeiwohnungen statt Pferdeboxen

Schwere-Reiter-Straße: Freistaat plant 670 Unterkünfte im Olympiapark

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Pferde mitten in der Stadt wird es ab 2020 nicht mehr am Rande des Olympiaparks zu sehen geben.

Wo im Auftrag der LMU aktuell noch fleißig an Tieren geforscht wird sollen bald zahlreiche Wohneinheiten für Staatsbedienstete entstehen. Hallo klärt die wichtigsten Fragen zum Bauvorhaben.

Schwabing/Neuhausen – Es ist ein Stück Land mitten in München – für Stadtkinder eine Möglichkeit, Schafe oder Pferde zu sehen. Denn auf dem Weg in den Olympiapark entlang der Schwere-Reiter-Straße hat derzeit noch die Ludwig-Maximilian-Universität ihre Tierärztliche Fakultät. 

Doch bald will der Freistaat die Fläche anders nutzen. 670 Wohnungen für Staatsbedienstete sollen dort – und auf der schon leer geräumten Nachbarfläche – entstehen. Dafür hat nun auch der Planungsausschuss einen Billigungsbeschluss gefasst. 

Der von der Stadt erarbeitete Bebauungsplan wird im Zeitraum vom 29. August bis zum 1. Oktober öffentlich ausliegen. Hallo klärt die wichtigsten Fragen:

Wann geht es los mit dem ersten Bauabschnitt?
„Aktuell dekontaminieren wir die Bodenfläche“, teilt Projektleiter Michael Staufer mit. Wenn die Baugenehmigung erfolgt, rechnet der Diplom-Ingenieur und Architekt mit einem Baubeginn Mitte 2020 und einer Fertigstellung Anfang 2023.

Was wird dort entstehen?
Im ersten Bauabschnitt, dem südlichen Teil, sind 340 Wohnungen, zwei Kindertagesstätten und 2000 Quadratmeter Gewerbefläche geplant. Dort wird die Stadibau selbst einziehen. Bisher sitzt die Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau an der Mottlstraße, nahe des Schwabinger Klinikums.

Unterkünfte ausschließlich für Staatsbedienstete

Für wen sind die Wohnungen gedacht?
Die Wohnungen werden ausschließlich an Staatsbedienstete vermietet – vornehmlich an Angestellte der unteren Einkommensgruppen, zum Beispiel Polizisten, Krankenschwestern oder Junglehrer.

Was wird aus der Tierärztlichen Fakultät?
Die Einrichtungen der Tierärztlichen Fakultät sind dort nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingezogen. Die Tierärztliche Fakultät konnte dort ein ehemaliges Pferdelazarett nutzen, das nach Kriegsende frei war. Der Umzug erfolgt nach der Fertigstellung der neuen Pferdeklinik in Oberschleißheim, die derzeit im Bau ist und Mitte 2020 bezogen werden soll.

Auch das Residenztheater wird mit seinem Probenraum von der Schwere-Reiter-Straße umziehen müssen .

Wann geht es weiter mit dem zweiten Bauabschnitt?
Für den zweiten Bauabschnitt, dem nördlichen Teil, rechnet Staufer nicht mit einem Baubeginn vor 2021. Dort sind 330 Wohnungen und eine Kindertagessstätte geplant. Ein Drittel des Areals wird zur öffentlichen Grünfläche und einen fließenden Übergang in den Olympiapark bilden.

Autofreies Areal, attraktive Radverbindungen

Wie wird das neue Quartier verkehrstechnisch aussehen?
Das Quartier an sich wird autofrei sein. „Eine Zufahrt ist nur Rettungsdiensten und der Feuerwehr vorbehalten, der Müll wird zentral abgeholt“, so Staufer. Die Stellplätze werden vollständig in einer Tiefgarage untergebracht. Die bestehenden Fuß- und Radwegverbindungen sollen attraktiver gestaltet werden. Im Osten des Planungsgebietes ist eine Fuß- und Radwegeverbindung nach Norden in den Olympiapark vorgesehen.

Was passiert mit den Proberäumen des Residenztheaters an der Schwere-Reiter-Straße?
„Im Einvernehmen mit der Immobilien Freistaat Bayern ist das Bayerische Staatsschauspiel auf der Suche nach alternativen Räumlichkeiten. Wir sind zuversichtlich, hier bald eine neue Interimsprobemöglichkeit zu haben“, erklärt Sprecher Simon Stromer. Das Theater benötige aber weiterhin dringend das geplante neue Proben- und Werkstättenzentrum an der Hohenlindener Straße in Bogenhausen und hoffe auf einen baldigen Start des Projekts.

Was passiert mit dem gegenüber liegenden Theaterzelt „Das Schloss“?
Der Vertrag mit der Eventlocation läuft noch bis Ende 2020. Aktuell sei man in Gesprächen wegen einer Pacht-Verlängerung bis die ersten Wohnungen tatsächlich bezogen werden, teilt „Schloss“-Chefin Karin Greger mit.

Maren Kowitz

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