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Mit der Geduld am Ende

Landshuter Allee Tunnel: Bürgerinitiative fordert endlich konkrete Fakten

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Bewegt das Thema seit circa zehn Jahren: Der Landshuter Allee Tunnel.

„Zehn Jahre Planungsvorlauf sind genug“: Die Bürgerinitiative Pro Landshuter Allee Tunnel befürchtet, dass fällige Entscheidungen zum Tunnelprojekt noch für lange Zeit hinausgezögert werden...

Neuhausen – Politikern fast aller Parteien in Stadt, Land und Bund steht Post aus Neuhausen ins Haus: Die Bürgerinitiative Pro Landshuter Allee Tunnel (BI) ruft sie auf, „auch unabhängig von irgendwelchen Wahlen eine sachlich begründete Entscheidung“ zu treffen, kündigt BI-Sprecher Michael Lotterschmid jetzt an. Und das soll so bald wie möglich geschehen. Denn: „Es ärgert uns, dass man sich nicht endlich zu einer Lösung durchringen kann, die die Interessen der Bürger vor Ort berücksichtigt.“ Nun treibt die Tunnelkämpfer die Sorge um, dass das Thema bis nach den Kommunalwahlen 2020 hinausgezögert werden könnte.

Laut Stadtratsbeschluss vom Juli 2018 arbeitet das Baureferat derzeit an einer erweiterten Tunnelplanung (Hallo berichtete). Es geht darum, die Lärm- und Schadstoffbelastung im Bereich südlich der Nymphenburger Straße zu reduzieren. Auf dem Prüfstand stehen eine Verlängerung des Tunnels unter der Arnulfstraße hindurch nach Süden sowie alternativ eine Einhausung der Aus- und Einfahrtsrampen in Verbindung mit der Auffahrt zur Donnersbergerbrücke. 

Mit der Geduld am Ende: Michael Lotterschmid, Susanne Mayer und Nima Lirawi (von links) von der BI Pro Landshuter Allee Tunnel.

Da in absehbarer Zeit mit einer Generalsanierung der Donnersbergerbrücke zu rechnen ist, soll das Baureferat im Rahmen einer Tunnelerweiterung auch Konzepte zur Instandsetzung, gegebenenfalls auch zur Teilerneuerung der Brücke, erarbeiten. „Diese umfangreichen Untersuchungen sind derzeit in Arbeit. Wann sie abgeschlossen sind, lässt sich nicht voraussagen“, teilt Dagmar Rümenapf vom Baureferat auf Hallo-Anfrage mit.

Eine Planung ohne jede Zeitvorgabe macht die Bürgerinitiative aber nervös. „Der Verkehr wird in den nächsten zehn Jahren um zehn bis 15 Prozent zunehmen“, prognostiziert BI-Sprecherin Susanne Mayer und fordert: „Wir erwarten vom Stadtrat in diesem Jahr ein klares Signal.“ Auch für den Fall, dass die Tunnelerweiterung das gesamte Projekt infrage stellen könnte. „Dann müssen aber gleichzeitig Alternativen aufgezeigt werden“, drängt Lotterschmid.

Wobei es der BI neben der Verkehrsthematik ja um einiges mehr geht: „Der Tunnel ist kein Autoprojekt, sondern eine Infrastrukturmaßnahme für die Menschen an der Oberfläche“, betont Mayer.

Ursula Löschau

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