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Labor liefert Orientierung

IMAL: 20 Jahre künstlerische und sozialpädagogische Starthilfe in den Beruf

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Matthias Glas und Karen Felgueres haben selbst erlebt, wie hilfreich das IMAL bei der Berufsorientierung sein kann.

Das International Munich Art Lab hat heuer allen Grund zum Feiern: Seit 20 Jahren begleitet das Projekt seine Teilnehmer auf dem Weg in den erfolgreichen Berufsstart. 

Neuhausen – Bei Matthias Glas (33) und Karen Felgueres (37) ist das Konzept des International Munich Art Lab, kurz IMAL, voll aufgegangen: Das Projekt gab beiden mit einer Mischung aus künstlerischer und sozialpädagogischer Betreuung Orientierung und Starthilfe für die berufliche Zukunft. 

Wie sie haben in 20 Jahren rund 1200 Teilnehmer zwischen 16 und 24 Jahren – unabhängig ihres Schulabschlusses – die einjährige, kostenlose Berufsorientierung im Laboratorium im Haus der Jugendarbeit an der Rupprechtstraße 29 durchlaufen. Seit 2014 ist das IMAL auch im Kreativquartier am Leonrodplatz zuhause. Dort wird der 20. Geburtstag vom 17. bis 20. Juli jetzt auch gefeiert.

„Ich fand mich in der Schule nicht gut zurecht“, gesteht Matthias Glas. Nach dem Realschul-Abschluss wusste er nicht, in welche Richtung es beruflich gehen sollte. Als er 2006 zufällig vom IMAL erfuhr, nahm er sich vor, dort Zeichnen zu lernen, um vielleicht in die Modebranche zu gehen. „Man kommt mit einer recht eingeschränkten Idee hierher, weil man gar nicht weiß, was es alles gibt.“ 

Mit einer Mischung aus künstlerischer und sozialpädagogischer Betreuung, wird Teilnehmern Orientierungshilfe für den Berufsbeginn geboten.

Nach einem Jahr hatte er eine Mappe mit unterschiedlichen Arbeiten, mit der er einen Platz an der Akademie der Bildenden Künste bekam. Dort machte er 2014 sein Diplom mit Meisterschülertitel. Heute arbeitet er als freischaffender Künstler und Dozent im IMAL. „Jetzt kann ich etwas zurückgeben“, freut sich Glas.

Ähnlich geht es auch Karen Felgueres. Die Diplom-Kommunikationsdesignerin ist ebenfalls selbständig und Dozentin im IMAL. Sie hat sich dort 2002/03 auf die Aufnahme an der Fachhochschule München im Bereich Neue Medien vorbereitet und sagt: „Ich bin sehr froh, dass ich mich damals ohne Druck künstlerisch ausprobieren und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sammeln konnte.“

Einig sind sich die beiden früheren Absolventen auch darin, „dass sich das Projekt toll entwickelt hat“. 2003 waren es 20 Teilnehmer, heute sind es pro Jahr 50. Diese hinterlassen mit ihren Arbeiten inzwischen auch Spuren im öffentlichen Raum, zum Beispiel bei der Gestaltung der Landshuter-Allee-Unterführung an der Schlörstraße.

Ursula Löschau

Das 20-jährige Bestehen feiert das IMAL mit der Jahresausstellung „Dehnen und Strecken“ an der Dachauer Straße 114. Die Termine: Vernissage am Mittwoch, 17. Juli, ab 17 Uhr; Ausstellung und Rahmenprogramm: Donnerstag, 18., und Freitag, 19. Juli, jeweils von 17 bis 22 Uhr; Samstag, 20. Juli, von 14 bis 22 Uhr. Eintritt frei.

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