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Rampen für Rollstuhlfahrer

Barrierefreiheit: Stadt plant Nachrüstung von 51 älteren U-Bahnhöfen – doch es gibt ein Problem

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Der U-Bahnhof Rotkreuzplatz gehört zu den älteren Anlagen mit niedrigeren Bahnsteigen. Solange es dort keine Rampe gibt, kommt Rainer Kreibich auch mit Hilfe seiner Frau nicht in den Zug.

Für Rollstuhlfahrer wird die Nutzung der U-Bahn an zahlreichen Bahnhöfen nach wie vor zum Problem. Jetzt soll sich in Sachen Barrierefreiheit etwas tun. Aber zahlreiche offene Fragen bremsen den Prozess aus.

Neuhausen – Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Freunden in die Innenstadt oder ins Museum? Für Rainer Kreibich (69) ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Seit dem Neuhauser vor gut einem halben Jahr der rechte Unterschenkel amputiert werden musste, ist er nur noch mit seinem elektrisch angetriebenen Krankenfahrstuhl mobil. „Und damit komme ich in keine U-Bahn“, sagt er. 

Der Absatz zwischen Bahnsteig und U-Bahn-Waggon ist eine Hürde, die er selbst mit Unterstützung seiner Frau nicht überwinden kann. Marianne Kreibich, die für die Arbeitsgemeinschaft für den Stadtbezirk (AGS) im örtlichen Bezirksausschuss (BA) sitzt, hat dort jetzt Rampen für den rollstuhlgerechten Einstieg in allen U-Bahnhöfen des Stadtbezirks beantragt.

Das Problem ist der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auch bewusst. „Es gibt bereits einen Stadtratsbeschluss zum serienmäßigen Einbau von insgesamt etwa 125 Bahnsteig-Rampen. Es werden damit 51 Bahnhöfe der ‚alten Bauweise‘ ausgestattet“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte auf Hallo-Anfrage. Dort liegen die Bahnsteige noch 100 Zentimeter über der Schienenoberkante, während heute 105 Zentimeter üblich sind. 

Laut Beschluss, der allerdings fast eineinhalb Jahre zurückliegt, soll der Ausbau diesen Herbst starten und bis Mitte 2020 dauern. Kosten: 650 000 Euro. Jedoch: Die Reihenfolge, in der die 51 Bahnhöfe mit Rampen ausgestattet werden, steht bisher ebensowenig fest wie die ausführenden Firmen. Diese müssen laut Korte erst in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ermittelt werden.

Für Marianne und Rainer Kreibich ist das Problem damit also noch nicht gelöst: „Interessant ist, ob die Beschlussfassung vom Januar 2018 tatsächlich ab Herbst umgesetzt wird und wann dabei mit der Nachrüstung der U-Bahnhöfe in Neuhausen-Nymphenburg zu rechnen ist. Zeitnah oder doch erst in zwei Jahren?“, fragen sie. „Im Interesse aller mobilitätseingeschränkten Bürger“ hoffen sie, dass es nun schnell geht.

Ursula Löschau

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