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Protest gegen Hausarrest

Aufzug kaputt: Rollstuhlfahrerin sitzt zwei Wochen lang in der Wohnung fest

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Ein defekter Lift bedeutet für Regina Droll so viel wie Hausarrest. Deshalb fordert sie von der Gewofag besseres Pannenmanagement.

Was diese Frau durchleben musste, will man sich kaum vorstellen: 14 Tage war Regina Droll in ihrer Wohnung gefangen. Wie es dazu kommen konnte, wie es ihr jetzt geht...

Neuhausen – Sie kommt nicht zum Arzt oder in die Apotheke, kann keine Lebensmittel einkaufen oder den Müll runterbringen: Wenn in der Waskestraße 2 der Aufzug ausfällt, ist es für Regina Droll so, „als wäre die Wohnungstüre zugenagelt worden“, erklärt die 52-Jährige, die das Haus in der Neuhauser Gewofag-Wohnanlage seit Jahren nur mit einem elektrisch betriebenen Rollstuhl verlassen kann. 

In jüngster Zeit saß sie häufiger in der Wohnung fest, weil der Aufzug nicht ging – zuletzt zwei Wochen lang. Jetzt fordert sie Maßnahmen, „mit denen die Ausfälle auf ein Minimum begrenzt werden“.

In einem Brief an OB Dieter Reiter und Sozialreferentin Dorothee Schiwy macht die ehemalige Angestellte im IT- und Telekommunikationsbereich konstruktive Vorschläge: einen Servicevertrag, der Ausfallzeiten auf maximal vier Stunden begrenzt, und eine Standardisierung der bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften eingesetzten Aufzüge. 

Damit könnte man ihrer Meinung nach die Ersatzteilbeschaffung vereinfachen und ausschließen, dass – wie jetzt geschehen – eine fehlende Steuerplatine einen Lift für 14 Tage lahmlegt. „Wir reden hier schließlich nicht von einem seltenen Impfstoff, sondern von einem technischen Trumm“, so Regina Droll. 

Bei planbaren Liftausfällen, zum Beispiel Wartungsarbeiten, wäre eine abschließbare Abstellmöglichkeit für Rollstühle und Rollatoren draußen vor dem Hauseingang nützlich. Dann könnte Droll auch den Tragedienst in Anspruch nehmen, den die Gewofag im Notfall bereitstellt. Ihren 200 Kilo schweren E-Rollstuhl trägt aber niemand runter. „Und dann nutzt es mir nichts“, betont sie.

Gewofag-Sprecher Frank De Gasperi kennt die Problematik und sagt: „Wir haben dasselbe Interesse wie unsere Mieter: dass die Aufzüge immer reibungslos funktionieren.“ Daher gebe es bereits Serviceverträge mit festgelegten Reaktionszeiten und Bemühungen, Einbauteile so weit wie möglich zu standardisieren. 

Jedoch: „Der Wohnungsbestand von Gewofag und GWG umfasst weit über 60 000 Wohnungen aus 100 Jahren Bautätigkeit. Maßnahmen zur Vereinfachung und Standardisierung bei technischen Einbauten stoßen dabei unweigerlich an Grenzen.“ Und: „Einen hundertprozentigen Schutz vor Störungen gibt es bei einem Aufzugssystem leider nicht“, sagt er.

Ursula Löschau

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