131 Gewofag-Wohnungen an der Arnulfstraße bezogen – Fest und offene Türen am 25. Juni

Arnulfstraße: 131 Gewofag-Wohnungen neu bezogen – Frauen-WG hilft ihren Nachbarn

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Auf dem ehemaligen Postgelände hat die Gewofag jetzt 131 geförderte Wohnungen errichtet.

„Einsamkeit wird die neue Armut.“ Ein neues Wohnprojekt an der Arnulfstraße 179 kämpft gegen dieses Problem an und etabliert dank eines neuen Gruppe eine funktionierende Nachbarschaft.

Neuhausen – Lange hat Ute W. (66) nach einer bezahlbaren Wohnung in München gesucht. „Ich habe eine kleine Rente und brauche auch keine so große Wohnung mehr wie früher“, sagt sie. 

Renate B. (68) drohte sogar eine Räumungsklage. Sie hatte eine Dienstwohnung und musste nach der Rente raus. „Ich war kurz davor, aus München wegzuziehen. Aber dort wäre ich dann ganz alleine gewesen“, sagt sie und ist glücklich, durch den Förderverein „Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter“ nicht nur ein Zuhause, sondern auch neue Freunde gefunden zu haben. Möglich macht’s ein Wohnprojekt an der Arnulfstraße 179.

Christa Lippmann (zweite von rechts) mit drei der zehn Frauen aus dem Wohn- und Nachbarschaftsprojekt an der Arnulfstraße.

Auf dem ehemaligen Postgelände hat die Gewofag jetzt 131 geförderte Wohnungen errichtet. Zehn davon und ein Gemeinschaftsraum wurden an Mitglieder des Fördervereins vermietet. Die alleinstehenden Frauen im Alter zwischen 60 und 70 Jahren leben jeweils in ihren eigenen vier Wänden, unterstützen sich in der Gruppe jedoch gegenseitig. 

Denn, so Ute W.: „Einsamkeit wird die neue Armut.“ Dem setzt die Vereinsvorsitzende Christa Lippmann ihr Wohnmodell „sorgende Hausgemeinschaft“ entgegen. 1997 realisierte sie ihr erstes Projekt für acht Frauen in Pasing. Zuletzt bezogen 2015 acht Frauen ihre Apartments am Reinmarplatz.

Das Besondere an der jetzigen Wohngruppe in Neuhausen: In ihrem Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss bieten die Vereinsmitglieder ab sofort auch gesellige und unterstützende Angebote für die gesamte Hausgemeinschaft an. Neben Frauenfrühstück und Spielenachmittag gibt es unter anderem Hilfe bei schriftlichen Angelegenheiten wie Behördenkorrespondenz oder Bewerbungen schreiben. „So hat die Gruppe noch eine gemeinsame Aufgabe für die Nachbarschaft“, sagt Lippmann.

Ursula Löschau

Wer mehr über den Förderverein und seine neuen Aktivitäten erfahren möchte, kann das bei einem Tag der offenen Tür am Dienstag, 25. Juni, ab 12.30 Uhr. Dann stellt sich auch die gesamte Wohnanlage samt Gewofag-Mieterzentrum Neuhausen und Kindertagesstätte vor.

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