Drei Monate dicht!

S-Bahnhof Laim: Unterführung bleibt deutlich länger gesperrt als bisher geplant

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Ab Herbst ist die Laimer Unterführung für drei Monate dicht.

Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Die Laimer Unterführung bleibt jetzt noch länger gesperrt – voraussichtlich bis zum 20. Dezember. Die Hintergründe und Ausweichrouten...

Update 10.05.2019

Laim – Im Herbst beginnt der Bau der Umweltverbundröhre (UVR) am Laimer S-Bahnhof. Ab 20. September wird dabei ein Teil der Eisenbahnüberführung im Bereich Nord an der Wotanstraße abgebrochen, 30 Meter kommen weg. Während dieser Zeit ist die Unterführung – eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen – für sieben Wochen für den Auto-Verkehr gesperrt – doch dabei bleibt es nicht. 

Jörg Mader von der Deutschen Bahn (DB) überbrachte dem Bezirksausschuss (BA) Laim in der jüngsten Sitzung die Hiobsbotschaft: Nachdem die Bahn ihren Rückbau abgeschlossen hat, kommt die Stadt ins Spiel und unternimmt Renovierungsarbeiten im Inneren der Röhre, vor allem hinsichtlich der Beleuchtung. Die Folge: Die Unterführung bleibt noch länger gesperrt – voraussichtlich bis zum 20. Dezember. 

Autos müssen über die Friedenheimer Brücke ausweichen, auch die Buslinie 51 wird so umgeleitet. Die Linie 168 endet am Laimer Bahnhof, der 151er wird getrennt in einen Nord- und Südteil mit einer Endstation beziehungsweise einem Wendepunkt am Laimer Bahnhof. 

Fußgänger und Radler können durch einen provisorischen Weg weiterhin die S-Bahn-Station Laim erreichen und die Unterführung durchqueren. 

Die Laimer Lokalpolitiker sehen den Bauarbeiten mit Grauen entgegen, auch weil am Bahnhof ab Ende 2020 für drei Jahre keine Aufzüge zur Verfügung stehen (siehe unten). Sie fordern daher so schnell wie möglich einen Ortstermin zusammen mit der DB und Vertretern der Stadt. 

Für Anwohner gibt es am Mittwoch, 17. Juli, um 14.30 Uhr eine Infoveranstaltung im ASZ Laim, Kiem-Pauli-Weg 22. Ein weiterer Termin ist noch in Planung.

Daniela Borsutzky

Bahnsteig-Lifte fallen ab November 2020 für drei Jahre aus

Nur noch bis Ende 2020 stehen die neuen Aufzüge im Laimer Bahnhof zur Verfügung.

Schluss mit barrierefrei: Vor einem Jahr wurde die Aufzugsanlage im S-Bahnhof Laim erneuert. Jetzt wurde bekannt, dass die neuen Lifte zurückgebaut und für drei Jahre außer Betrieb sein werden

Nymphenburg – Schlechte Nachrichten für alle Menschen mit Gehbehinderung, Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit schwerem Gepäck: Ab Ende 2020 verfügt der Laimer Bahnhof für mindestens drei Jahre – wieder mal – über keine Aufzüge. Und das, obwohl die jetzige Anlage erst vor rund einem Jahr erneuert wurde (Hallo berichtete). Der Grund: die Umgestaltung des Bahnhofs und der Bau der Umweltverbundröhre (UVR) ab September.

Eine Bahnsprecherin bestätigt auf Hallo-Anfrage: „Die Aufzugsanlage wird ab November 2020 zurückgebaut und später von der neuen Umweltverbundröhre aus auf den Bahnsteig führen. Während der Bauzeit von mindestens drei Jahren wird die S-Bahn-Station dann leider nicht mehr barrierefrei erreichbar sein.“

Weil der Bahnhof umgestaltet wird, wird die Aufzugsanlage ab Ende 2020 erneut außer Betrieb sein.

Bernhard Weyer findet das „einfach unmöglich“. Der Leiter des Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftstreffs Mosaik am Laimer Bahnhof sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Möglichkeit gibt, die Barrierefreiheit auch während der Bauzeit zu gewährleisten.“ Zumal er fürchtet, dass die drei Jahre noch überschritten werden. „Ich verstehe nicht, wie man an einem so zentralen Knotenpunkt für drei oder mehr Jahre auf einen barrierefreien Zugang verzichten kann.“

Seitens der Bahn heißt es, dass mobile Lösungen oder andere Alternativen, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, „aufgrund der Platzverhältnisse nicht einsetzbar“ wären. Die Sprecherin erklärt jedoch, dass die Bahn bereits mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt München in Kontakt sei. Man suche nach Möglichkeiten, um „die Einschränkungen der Barrierefreiheit so gering wie möglich zu halten“.

Und das sind längst nicht alle Beeinträchtigungen: Die Laimer Unterführung wird ab Herbst auf einer Länge von 30 Metern von Norden her abgebrochen. Ab 20. September ist die Unterführung für sieben Wochen gesperrt. Die darüber liegende Baustraße plus Seitenstreifen sind noch länger nicht nutzbar, voraussichtlich bis April 2020.

Ursula Löschau

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