Kiosk und Toilette fehlen

Romanplatz: Bezirksausschuss fordert Umplanung des Mega-Projekts

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Mitte Juni soll das Trambahnhäuschen am Romanplatz mit WCs für MVG-Mitarbeiter abgerissen werden.

Nymphenburg – Das frühere Trambahnhaus am Romanplatz kann nicht gerettet werden. Es ist laut Stadt so marode, dass es Mitte Juni abgerissen werden soll. Doch die Viertel-Chefin wagt einen neuen Vorstoß...

Am Romanplatz bleibt zur Zeit fast kein Stein auf dem anderen. Vom Ergebnis des Mega-Umbaus ist Anna Hanusch (Grüne), Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg, aber nicht restlos überzeugt. Im Gesamtkonzept fehlen ihr ein Kiosk und eine öffentliche Toilette. 

„Das ist an so einem Ort auf längere Zeit gesehen nicht zeitgemäß“, sagt sie und hofft, dass die Stadt und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihre Pläne noch entsprechend ergänzen können. Einen entsprechenden Antrag hat Hanusch in die jüngste BA-Sitzung eingebracht und stieß damit auf einstimmige Unterstützung. Das Gremium ergänzte noch, dass die Toiletten selbstreinigend sein sollen.

Viertel-Chefin Anna Hanusch wagt einen neuen Vorstoß: Sie fordert eine öffentliche Toilette und einen Standort für einen Kiosk.

Für die Viertelchefin steht fest, dass für WC und Kiosk Bedarf besteht. „Der Romanplatz wird mit den geplanten Umbauten und der neuen Tram-Westtangente ein noch stärker frequentierter Verkehrsknoten der Stadt“, begründet sie ihren Vorstoß, die Planung jetzt noch zu optimieren, bevor es zu spät ist. Denn: „Ein zukunftsfähiger ÖPNV-Ausbau bedeutet auch, attraktive und komfortable Haltestellen und Umsteigepunkte anzubieten.“ 

Ein Kiosk in einem Container auf einer Privatfläche – wie bisher der Fall – ist ihrer Meinung nach „keine Lösung, die dem Ort nach der großen Umgestaltung gerecht wird“. Auch sei der Platz „definitiv geeignet, hier eine öffentliche Toilette anzubieten“, sagt sie. Zudem hat die Neuhauser Stadträtin den Eindruck, dass in Sachen öffentliche WCs „etwas Bewegung in die Stadtpolitik gekommen“ sei. So soll für die Parkbesucher im Hirschgarten ihren Informationen zufolge voraussichtlich 2020 eine Toilette installiert werden.

MVG-Sprecher Matthias Korte sieht am Romanplatz jedoch keinen Spielraum mehr. Er teilt auf Hallo-Anfrage mit: „Änderungen an der bestehenden Planung sind in der bereits laufenden Umsetzungsphase nicht mehr möglich.“ Eine Toilette sei nie geplant gewesen und von der anfänglichen Idee, einen Kiosk zu berücksichtigen, sei die Stadt aus wirtschaftlichen Gründen abgekommen.

Ursula Löschau

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