Es droht der Stau-Gau

Großbaustelle Romanplatz: Das müssen Autofahrer jetzt wissen

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Der Romanplatz ist schon jetzt ein stark befahrenes Nadelöhr. Wenn im März der Umbau startet, sind lange Staus und Wartezeiten für die Autofahrer vorprogrammiert.

Nymphenburg – Der Umbau des Romanplatzes rückt näher: Vom 4. März bis zum 15. April wird ein drittes Trambahn-Gleis für die Westtangente gebaut – Der Verkehrsknotenpunkt wird zur Stau-Falle

Wenn die Bagger am 4. März anrollen, sind lange Staus am Romanplatz vorprogrammiert (Hallo berichtete). Autofahrer sind jedenfalls gut beraten, die künftige Großbaustelle wenn möglich zu meiden.

Während der Hauptbauzeit bis Dezember – bis zum Sommer 2020 sind noch nachlaufende Arbeiten geplant – wird es zum Teil zu massiven Einschränkungen für die Autofahrer kommen. Wie die Planer in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Neuhausen-Nymphenburg erklärten, wird der stark befahrene Platz in dieser Zeit 50 Prozent seiner derzeitigen Leistungsfähigkeit verlieren. Der Romanplatz wird zum Nadelöhr.

„Der ganze Bereich Romanplatz wird eine Baustelle sein“, kündigt Projektkoordinator Alfred Lechner von den Stadtwerken an. Die massivsten Einschränkungen: Die Arnulfstraße wird stadtauswärts zwischen Nibelungen- und Wotanstraße nur einspurig befahrbar sein. Stadteinwärts bleiben beide Spuren offen. Außerdem wird es nicht möglich sein, von der Arnulfstraße über den Platz weiter in die Wotanstraße zu fahren.

Diese Aussage beunruhigte die Bürger und BA-Mitglieder – auch im Hinblick auf die monatlich stattfindenden Sitzungen in der Gaststätte „Hirschgarten“. „Wie soll man dann hierher kommen“, fragte Asko Hochdorn (CSU). Lechner erläuterte, dass man künftig mit dem Auto den Romanplatz umrunden müsse. „Die Möglichkeit eines U-Turns ist gegeben“, sagte er.

Außerdem soll während der Bauphase ausnahmsweise das Linksabbiegen am Steubenplatz auf die Wilhelm-Hale Straße Richtung Friedenheimer Brücke erlaubt werden. So will die Stadt das voraussichtliche Chaos entzerren.

Dass die Verkehrssituation trotzdem angespannt werden wird, dafür sorgen auch die zusätzliche Baustellen im Jahr 2019 – entweder direkt wie bei der Sanierung der Laimer Unterführung oder indirekt durch Ausweichverkehr. Bauarbeiten sind auf der Menzinger Straße Nord, der Marsstraße, auf der Dachauer Straße stadteinwärts sowie bei der Paul-Heyse-Unterführung geplant.

Einen weiteren Einschnitt wird es auch auf der Wotanstraße geben. Die wird von der Walhallastraße bis zum Romanplatz ein- statt zweispurig – die Buslinie 51 kommt eine eigene Busspur.

Andreas Daschner

Provisorium und Ersatz-Busse während des Umbaus

Folgendermaßen wird der Romanplatz in den kommenden Monaten umgebaut.

Der Romanplatz bekommt eine dritte Tramspur für die Westtangente und wird grüner und gefälliger gestaltet (Hallo berichtete). Baubeginn ist am 4. März. Dann wird die errichtete provisorische Tramwendeschleife an der Nibelungenstraße an die Gleise angeschlossen. 

Ab 11. März können die verkürzten Tramlinien 16 und 17 bis dort hin fahren. Zur Amalienburgstraße fahren Busse weiter. 

Im Juni wird das alte Stationshäuschen abgerissen. Der Rückbau der Wendeschleife ist ab dem 15. November geplant. 

Bis 15. Dezember soll die Baustelle weitgehend abgeschlossen sein. Für die während des Anschlusses und des Rückbaus der Wendeschleife nicht fahrenden Trambahnen werden Busse eingesetzt.

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