Wie geht es weiter am Rosa-Luxemburg-Platz?

Voller Einsatz für mehr Aufenthaltsqualität

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Laut dem Bezirksausschuss verliert der Rosa-Luxemburg-Platz durch die Pläne der Stadibau jede Aufenthaltsqualität.

Neuhausen – Grundsätzlich haben die Mitglieder des BA keine Einwände gegen das geplante Wohnbau-Projekt der Stadibau am Rosa-Luxemburg-Platz – Doch bei der Erschließung herrscht Uneinigkeit

Die Stadibau will im Bereich Südliches Oberwiesenfeld in zwei Bauabschnitten bis zu 700 Wohnungen für schwache und mittlere Einkommensgruppen sowie drei Kindertagesstätten bauen. Dagegen hat der Bezirksausschuss (BA) Neuhausen-Nymphenburg grundsätzlich keine Einwände. Wohl aber gegen das Erschließungskonzept, das nach den Worten von Gudrun Piesczek (CSU) vom Unterausschuss Verkehr „den Rosa-Luxemburg-Platz zur reinen Verkehrsfläche degradiert“. Den vorgelegten Bebauungsplanentwurf hat der BA in seiner jüngsten Sitzung deshalb einstimmig abgelehnt und einige Forderungen an den Bauherrn Stadibau formuliert.

Die Bezirksausschussvorsitzende Anna Hanusch (Grüne) plädiert für eine Freihaltung des öffentlichen Bereiches.

„Der öffentliche Raum ist freizuhalten. Es ist ohnehin eine sehr dichte Bebauung“, fasst Viertel-Chefin Anna Hanusch (Grüne) zusammen. Vielmehr soll der Rosa-Luxemburg-Platz eine höhere Aufenthaltsqualität bekommen. Dazu gehört für den BA, dass dort keine Tiefgaragen-Zufahrten situiert werden. Auf besagter Tiefgarage fordert das Neuhauser Gremium eine mindestens 1,20 Meter dicke Bodenaufschüttung. „Damit dort ordentliche Bäume wachsen können“, erklärt Piesczek.

Zudem vermisst der BA in der Planung eine Radwegverbindung, über die aktuell diskutiert wird. Die Rede ist von einer Route zwischen der Maxvorstadt, Neuhausen und dem Olympiapark West, welche von den Neuhausern gewünscht wird (Hallo berichtete). Um den Radweg zu realisieren, müsste eine Brücke über die Schwere-Reiter-Straße gebaut werden. Auch diese taucht in den Plänen nicht auf, wird vom BA aber gefordert.

Ursula Löschau

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