Diese Themen beschäftigen die Viertel 2019

Neuhausen-Nymphenburg: Die große Jahresvorschau der Viertel-Chefs – Teil 3

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Auf der Lamentofläche werden demnächst temporäre Bauten für Ateliers und das Theater Schwere Reiter aufgestellt.

Neuhausen-Nymphenburg – 2019 bringt viel Neues für den Stadtbezirk: Ins Kreativquartier kommt Bewegung und das Museum Mensch und Natur schließt zum Jahresende – Hallo erklärt die Hintergründe

In den verschiedenen Planungsabschnitten des Kreativquartiers tut sich einiges (Hallo berichtete): Sichtbar verändern wird sich die Lamentofläche im Kreativlabor an der Dachauer Straße. Dort wird laut Birgit Unterhuber, Sprecherin des Kommunalreferats, im späten Frühjahr mit dem Bau einer Interims-Spielstätte für das Theater Schwere Reiter begonnen. Voraussichtlich ab Mitte des Jahres wird dort zudem eine temporäre Containeranlage mit Büro- und Atelierräumen aufgestellt. „Der BA will dafür sorgen, dass die Anlage ansprechend gestaltet wird, notfalls auch mithilfe unseres Budgets“, kündigt Viertel-Chefin Anna Hanusch an.

In den Bereichen Kreativpark und -plattform ist Anfang 2019 Baubeginn für das „Munich Urban Colab“. Unternehmer, die Technische Universität München und die Stadt bauen dort gemeinsam ein Innovations- und Gründerzentrum für sogenannte „Smart City Solutions“ zu den Themen Mobilität, Wohnen und Arbeiten, Handel und Energieversorgung. Weiter soll zwischen Dachauer und Heßstraße Baurecht für einen Nutzungsmix aus Kreativwirtschaft (Jutier- und Tonnenhalle), Wohnen, Gewerbe und Bildung (Hochschule München) geschaffen werden. Für eine ebenfalls geplante Grünfläche soll ein Bürgerbeteiligungsverfahren anlaufen.

Im Kreativfeld an der Grenze zu Schwabing-West startet neben dem bereits begonnenen Bau einer Grundschule der Straßenbau. „Außerdem entscheidet sich, wer was wo genau bauen wird“, sagt Hanusch. Sprich: 2019 vergibt die Stadt die Flächen für 385 Wohneinheiten an verschiedene Träger wie Baugemein- und -genossenschaften, darunter die Gewofag.

Ursula Löschau

Namensvorschlag für die Hilblestraße

Die Hilblestraße soll wegen der Nähe ihres bisherigen Namensgebers zum Nazi-Regime möglichst bald umbenannt werden. Das fordert der Bezirksausschuss (BA) Neuhausen-Nymphenburg seit Jahren (Hallo berichtete). Um die Prüfung zu beschleunigen, hat der BA jetzt einstimmig einen neuen Namen vorgeschlagen: den Künstlernamen der 1941 von den Nazis ermordeten Neuhauser Künstlerin Marie Luise Kohn: Maria Luiko. „Ein gewichtiger Grund für uns ist die konträre Benennung nach einem Opfer des Nationalsozialismus“, erklärt BA-Chefin Anna Hanusch. Seit 2016 bearbeitet das Stadtarchiv das Projekt „Historisch belastete Straßennamen untersuchen und einen Vorschlag für den Umgang damit erarbeiten“. Es werden 6300 Münchner Straßen unter die Lupe genommen.

Museum Mensch und Natur schließt

Das Biotopia Lab überbrückt die Zeit bis zur Eröffnung des neuen Museums.

Ende 2019 ist Schluss mit dem Museum Mensch und Natur in Schloss Nymphenburg in seiner bisherigen Form. Es wird geschlossen und ausgeräumt, Exponate, Leihgaben und andere Elemente werden ausgelagert. Doch keine Sorge: Mit dem Biotopia Lab im Botanischen In­stitut an der Menzinger Straße 67 eröffnet im Dezember eine neue Anlaufstelle für die Öffentlichkeit.

Ein Entwurf des künftigen Innenhofs.

„Unser Motto lautet ‚Kein Tag ohne Museum‘“, betont Dr. Ulrike Rehwagen, Leiterin des Aufbaustabs für das neue Naturkundemuseum Biotopia am Nymphenburger Schloss. Bis das voraussichtlich Mitte 2025 fertig ist, können Familien und Schulklassen im Lab auf einer Fläche von rund 350 Quadratmetern in Workshops, kleinen Ausstellungen und Veranstaltungen einen Vorgeschmack auf Biotopia bekommen. In einem Labor und einer Küche können Besucher selbst aktiv „und zum Wissenschaftler werden“, so Rehwagen. Zudem wird es eine Aktionsfläche im Außenbereich des Botanischen Gartens geben.

Einblicke in das neue Museumskonzept liefert vorab schon ein Biotopia-Festival vom 24. bis 26. Mai, diesmal rund um das Schwerpunktthema Essen und Ernährung. „Das bietet uns auch die Möglichkeit, gewisse Formate und Darstellungsformen zu testen“, so die Projektleiterin.

Der Abriss des alten Institutsgebäudes an der Maria-Ward-Straße 1 ist für Anfang 2020 geplant. Ein Jahr später soll mit dem Neubau sowie der Sanierung plus Umbau im Bestand begonnen werden. ul

Was sich noch im Viertel verändern wird, lesen Sie hier: Neuhausen-Nymphenburg: Die große Jahresvorschau der Viertel-Chefs - Teil 1 

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